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SO | 12.02.2012
Lärmkarte (Bild: ORF)
chronik
Wien soll leiser werden
"Strategische Lärmkarten" sind online gegangen, die zeigen, wo es in Wien am lautesten ist. Detailgetreu wird dabei die Lärmbelastung einzelner Gebiete dargestellt. Ziel der Aktion: Wien soll leiser werden.
Zonen, die bestimmte Grenzwerte überschreiten, wurden erfasst.
Mehr Schutz vor Lärm geplant
Die Karten, die nach EU-Richtlinien erstellt wurden, und die entsprechenden Aktionspläne sind die Basis dafür, Umgebungslärm von Straßen-, Schienen- und Flugverkehr sowie der Industrie einzudämmen. Die Lärmkarten müssen alle fünf Jahre aktualisiert werden und sollen für jeden nachvollziehbar sein, wurde von der Stadt betont.

Bei den Karten für Wien wird zwischen Straßen- und Schienenverkehr unterschieden. Flugverkehr wurde ausgenommen, weil dieser Bundessache ist. Bei Tag wurde ein Schwellenwert von 60 Dezibel, bei Nacht von 50 Dezibel angenommen. Zonen, die diese Werte überschreiten, werden in "Konfliktplänen" dargestellt.
Lärmschutz bei Theodor-Körner-Hof (Bild: ORF)
Keine Schönmalerei auf neuen Karten
Das Vorzeigeprojekt schlechthin für Lärmschutz ist seit zwei Jahren die Glaswand beim Theodor- Körner-Hof in Margareten, die die Anrainer vor Auto- und Zuglärm schützt.

Auch am Grünen Berg wird Lärmschutz großgeschrieben, doch zeigt die neue Lärmkarte, dass es in diesem Teil Wiens noch einiges zu tun gibt.
Lärmschutz am Grünen Berg (Bild: ORF)
Problemzonen sind mit "noch nie dagewesene Genauigkeit" dargestellt.
"Riesiger Aufwand"
"Wien ist das erste Bundesland Österreichs, das die EU-Umgebungslärmrichtlinie umgesetzt hat", sagte Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) bei der Präsentation am Montag.

Berechnet wurde die Schallausbreitung mit Hilfe von 3D-Daten des Geländes, Verkehrsmessungen und der Beschaffenheit der umliegenden Gebäudestruktur.

Die Erarbeitung sei ein "riesiger Aufwand" gewesen, so Sima. Das Ergebnis ist aber ein Plan, in dem die Problemzonen in noch nie dagewesener Genauigkeit dargestellt sind.
Lärmkarte (Bild: ORF)
Hauptverkehrsachsen als Lärmerzeuger
Wenig überraschend sind in Wien die Hauptverkehrsachsen von großer Lärmbelästigung gekennzeichnet. Hier will Planungsstadtrat Rudolf Schicker (SPÖ) die Lärmschutzmaßnahmen weiter intensivieren. Auch entlang der Südbahn sollen Lärmschutzwände gebaut und Förderungen für dichtere Fenster vergeben werden.
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