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Integration |
27.01.2009 |
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Großer Wirbel um Islam-Studie
Für große Aufregung sorgt eine Umfrage unter muslimischen Lehrern. Demnach lehnt jeder fünfte Demokratie als unvereinbar mit dem Islam ab. FPÖ, Grüne und ÖVP fordern Konsequenzen, das Bildungsministerium will einen umfassenden Bericht.
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Laut Studie lehnen 21,9 Prozent die Demokratie ab, weil sie sich nicht mit dem Islam vereinbaren lasse. |
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Umfrage unter 210 Lehrern
Im Rahmen einer Dissertation im Jahr 2007 wurden 210 muslimischen Lehrern befragt, nun veröffentlichte die Stadtzeitung "Falter" das Ergebnis: Demnach lehnen 21,9 Prozent der Befragten die Demokratie ab, weil sie sich nicht mit dem Islam vereinbaren lasse.
8,5 Prozent bezeichneten es als "verständlich, wenn Gewalt zur Verbreitung des Islam angewendet wird". 18,2 Prozent äußerten Verständnis dafür, wenn Muslime, die vom Islam abgefallen sind, mit dem Tod bestraft werden. 28,4 Prozent sehen einen Widerspruch zwischen "Muslim sein" und "Europäer sein".
Im Interview mit dem "Falter" bestätigte Anas Schakfeh, Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft, Qualitätsmängel im Religionsunterricht. Die antidemokratischen Einstellungen der Lehrer hält er demnach aber für "Privatmeinungen".
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Ministerin will mit Studien-Autor sprechen
Das Bildungsministerium forderte von der islamischen Glaubensgemeinschaft einen "umfassenden Tätigkeitsbericht" über die Arbeit der acht Fach-Inspektoren für den islamischen Religionsunterricht. Vorliegen soll dieser bis 12. Februar, hieß es in einer Aussendung des Ministeriums.
Außerdem kündigte Ressortchefin Claudia Schmied (SPÖ) ein Gespräch mit Shakfeh an, bei dem über die weitere Vorgehensweise der islamischen Glaubensgemeinschaft beraten werden soll. Schmied will darüber hinaus vom Autor der Dissertation sowie dem Vorstand des Instituts Islamische Religionspädagogik, Ednan Aslan, "umfassend über die Ergebnisse der Studie informieren lassen", hieß es.
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Studie ortet antidemokratische Haltung bei Islam-Lehrern. |
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FPÖ: "Lehrer sofort suspendieren"
Nicht lange ließ auch die Reaktion der FPÖ auf sich warten: Die Studie zeige, dass der Weg zu einer offensichtlichen Radikalisierung der in Österreich lebenden Moslems geebnet werde, sagte FPÖ-Sicherheitssprecher Harald Vilimsky. Die gesamte Regierung sei nun "ohne Zögern" gefragt.
Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) müsse umgehend Maßnahmen ergreifen. Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) müsse dafür Sorge tragen, dass derartige radikal-islamische Ansichten umgehend aus dem Religionsunterricht verschwinden müssen. Jene Lehrer sollen sofort vom Unterricht suspendiert werden.
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Grüne: "Kann nicht akzeptiert werden"
Die Ergebnisse der Umfrage könnten nicht akzeptiert werden, sagte die Schulsprecherin der Grünen, Susanne Jerusalem. Die in der Studie deutlich gewordenen Standpunkte seien mit der Aufgabe der österreichischen Schule nicht vereinbar und seien ein Missbrauch des Entgegenkommens Österreichs, dass Religionsgemeinschaften selbst die Lehrkräfte für die Schulen entsenden dürfen.
Jerusalem forderte den sofortigen Austausch von islamischen Religionslehrern, die Meinungen vertreten, die nicht dem Rechtsstaat entsprechen.
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ÖVP: "Glaubensgemeinschaft soll handeln"
Der Präsident der islamischen Glaubensgemeinschaft sei aufgerufen, sofort einzugreifen, sagte die Integrationssprecherin der ÖVP, Sirvan Ekici. Die in der Studie geäußerten Meinungen als Privatmeinung abzukanzeln, sei eindeutig zu wenig.
Die islamische Glaubensgemeinschaft solle sich ihrer Aufgabe bewusst werden und dafür Sorge tragen, dass die islamischen Religionslehrer mit der Rechts- und Werteordnung in Österreich konform gehen.
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wien.ORF.at; 21.1.09
Das Rote Kreuz übte zuletzt heftige Kritik an der österreichischen Integrationspolitik. Seit dem Startschuss für die "Integrationsplattform" vor einem Jahr herrsche "Funkstille". Dabei habe in Wien fast jeder Dritte Migrationshintergrund.
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