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MI | 11.04.2012
Modell des geplanten Konzertsaals (Bild: APA/Archipel wien)
Chronik
Konzertsaal-Gegner erheben Stimme
Erneut haben sich Bürgerinitiativen gegen den im Augarten geplanten Konzertsaal für die Wiener Sängerknaben ausgesprochen. Ihr Ziel war diesmal das Bundesdenkmalamt.
Aufforderung an Bundesdenkmalamt
"Wir sind der Meinung, dass dieses Objekt im denkmalgeschützten Augarten keinen Platz hat", sagte Eva Hottenroth vom Verein "Freunde des Augartens". Der gesamte Park stehe unter Schutz, jeder Eingriff in den Bestand sei eine Veränderung des Denkmals, hieß es.

Die "Freunde des Augartens", das "Josefinische Erlustigungskomitee", die "Initiative Denkmalschutz" und die "Aktion 21 – pro Bürgerbeteiligung" forderten das Bundesdenkmalamt auf, keinen positiven Bescheid für das Projekt zu erteilen.
Modell des geplanten Konzertsaals (Bild: APA/Archipel wien)
Hoffnungen schwinden
Doch die Gegner hegen selbst keine allzu großen Hoffnungen mehr, dass ihr Widerspruch Erfolg zeigen wird. Das Bundesdenkmalamt habe sich bereits klar geäußert.

Bei der Präsentation der Konzertsaalpläne im Oktober des Vorjahres hatte Leiterin Barbara Neubauer betont, dass es seitens des Denkmalschutzes keine Einwendungen gebe.
Weiter reichende Auswirkungen
Man schätze die Wiener Sängerknaben, so die Gegner des Projekts weiter, sei aber gegen die Verbauung des Augartens. Das könnte auch andere Investoren ermutigen, ihre Projekte wie etwa ein Datencenter in einem der beiden Flaktürme, zu verwirklichen.

Mit den Arbeiten für den Konzertsaal soll im Herbst begonnen werden, die Eröffnung 2011 stattfinden.
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