Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Gesundheitsmonat
Peter Polevkovits: Nie mehr rauchen!
Peter Polevkovits (Bild: ORF) 31. März: Ich habe die Handbremse gezogen!
Vor 21 Tagen habe ich aufgehört. Ich habe das letzte Mal eine Zigarette geraucht und sie dann langsam im Aschenbecher ausgedrückt, mit dem Bewusstsein im Kopf, dass ich das letzte Mal mache - für sehr lange Zeit oder hoffentlich für IMMER.

Nun ist es Zeit, über ein Monat Bilanz zu ziehen, das mein Leben verändert hat und hoffentlich auch Ihres. Wenn Sie gescheitert sind, wenn Sie das Rauchen-Aufhören nicht geschafft haben, dann geben Sie nicht auf. Werden Sie nicht müde, es noch einmal zu probieren. Machen Sie den April, den Mai oder den Juni zu Ihrem ganz persönlichen Gesundheitsmonat und geben Sie sich und Ihrer Gesundheit eine Chance. Wie hat Dr. Julia Umek gesagt: Sie sind der Gestalter Ihrer Welt.

Mein persönliches Resümee sind: 84 Euro in meinem Nichtrauchersparschwein und vor allem GLÜCK und Zufriedenheit in meiner Seele.

Am Wochenende habe ich mit meinem fünfjährigen Sohn Lorenz Soletti gegessen. Und dann ist etwas passiert: Er hat die Soletti wie eine Zigarette gehalten, zum Mund geführt und gesagt: Jetzt rauchen wir eine. Auch wenn ich nie vor meinen Kindern geraucht habe, war das für mich ein Schock und ein Zeichen, dass ich gerade noch rechtzeitig die Handbremse gezogen habe- für meine eigene Gesundheit und als Vorbild für meine Kinder!!

Ich wünsche Ihnen alles Gute,
Ihr Peter Polevkovits
30. März: Heute bin ich keine Null! :-)
Das Wochenende ist vorbei. Und: Es war das erste Wochenende, wo die Zigarette kein Thema war. Ich hab keine rauchenden Freunde gemieden und auch keine aufgesucht, um mich und meine Enthaltsamkeit zu testen, sondern einfach ein normales "Nichtraucher-Wochenenende" verbracht.

Heute zu Wochenbeginn war wieder - Mensch, das wird mir abgehen - Messtag. Dr. Ernest Groman vom Nikotininstitut ist wieder mit Waage und CO-Messinstrument angerückt. Der Wert auf der Waage war "schwer" okay mit 85,9 Kilogramm. Aber dann ein kurzer Schockmoment: Der CO-Messer hat nicht 0 angezeigt, sondern 1. Aber ich hab doch nicht geraucht?? Wie kann das sein???? Dr. Groman hat das schnell relativiert: Die Werte 0 bis 5 sind Nichtraucherwerte. Schon Passivrauchen erhöht den Wert von 0 auf 1 oder das Wetter kann auch Schuld sein.

So wir starten in die nächste Woche - wir halten weiter durch. Jetzt gegen Ende der Aktion freu´ ich mich besonders, wenn Sie mir Ihr von Ihrem persönlichen Gesundheitsmonat erzählen. Wie war Ihr Gesundheitsmonat, welche Bilanz können Sie ziehen? Mailen Sie mir, ich freu mich!
27. März: Auf ins 3. rauchfreie Wochenende!
Am ersten rauchfreien Wochenende habe ich ja „Raucherrunden“ gemieden. Am zweiten hingegen habe ich diese Runden bewusst gesucht, um zu testen, wie es mir dabei geht. Das dritte Wochenende ohne zigarette wird für mich schon wieder ein ganz normales. Das Rauchverlangen wird immer seltener und ich fühle mich psychisch und auch physisch extrem wohl und stark!

Sehr informativ war heute früh der Besuch von Ernährungsexpertin Marianne Dick-Scheruga, die uns auf Sendung gute Tipps gegeben, wie wir beim Raucherentzug nicht an Gewicht zulegt.
Ich ess übringes nach wie vor jeden Tag in der Früh während der Sendung Karotten- oder grüne-Paprika-Sticks. Das Schneiden der sticks, was ich so gegen 3.15 Uhr neben meinem Frühstück zuhause erledige, ist zwar ein bisserl mühsam, aber man gewöhnt sich daran.

Am Montag ist wieder Dr. Ernest Groman vom Nikotininstitut zu Gast in "Guten Morgen Wien".
Da werden wir, weil der Gesundheitsmonat ja zu Ende geht noch einmal alle wichtigen Punkte am Weg zu einem rauchfreien Leben durchgehen und wir werden wieder messen: Atemluft und Gewicht!
Bis dahin alles Gute! Wir halten gemeinsam durch!
26. März: Ab in die Zielgerade!
Heute ist Tag 26 im Gesundheitsmonat. Es geht in die Zielgerade. Wir nähern uns dem Ende des großen Aktionsmonats. Eigentlich finde ich es ein bisschen schade, weil es mir großen Spaß macht, mit Ihnen Emails zu schreiben und in Kontakt zu sein. Seit 1. März ziehen wir an einem Strang und helfen uns mit Tipps und Erfolgsmeldungen gegenseitig auf.

Bevor es am Dienstag zum Finale kommt, möchte ich mir morgen für Sie noch einmal anschauen, was in punkto Ernährung beim Raucherentzug zu beachten ist. Gerade das Zunehmen ist ja DIE Hauptausrede, nicht mit dem Rauchen aufzuhören. Morgen ist Ernährungsberaterin Marianne Dick-Scheruga zu Gast und Sie können Ihr auch direkt Fragen stellen. Sie wird nämlich beim Radio Wien-Servicetelefon sitzen. Sie ist ja auch die Expertin, die Hadschi Bankhofer mit Abnehmtipps zur Seite steht. Also deckt sie gleich zwei Bereiche ab. Das wird sicher noch mal spannend. Also bis morgen - weiter unter dem Motto: "Gemeinsam sind wir stark, ich zähl auf SIE!"
25. März: Aus eigenem Willen aufhören
Ich habe heute mit vielen Hörerinnen und Hörern telefoniert und aus all Ihren Geschichten nehme ich heute vor allem eine Lehre mit: Es ist besser selbst die Entscheidung zu treffen "Jetzt höre ich mit dem Rauchen" auf, bevor diese Entscheidung wer anderer trifft, und zwar der Arzt, weil man sich schon einen gesundheitlichen Schaden zugefügt hat.

Also: Seien wir froh, solange wir noch selbst entscheiden können und nicht der Arzt uns diese Entscheidung abnimmt. Willensstärke ist gefragt und die schöpfen wir aus unsere Gemeinschaft. Ich höre nicht alleine zum Rauchen auf, Sie auch nicht, es sind viele da draußen, die mitmachen. Gemeinsam sind wir stark!
24. März: Das nächste Etappenziel
Der heutige Tag ist wieder entscheidend auf unserer Etappe zum Nichtraucherbleiben. Wenn wir den heutigen Tag gemeinsam durchhalten, haben wir 14 Tage ohne Zigarette geschafft. Das heißt für mich: Ich hab mir 280 Zigaretten erspart. Das macht umgerechnet 56 Euro in meinem Nichtraucher-Sparschwein. Ich bin im Moment mit Dr. Ernest Groman dran, all Ihre Anfragen zu beantworten.

Wenn Sie Fragen oder Tipps haben dann schreiben sie uns. Der Gesundheitsmonat geht zwar bald zu Ende, aber es ist nie zu spät mit zu machen. Wenn Sie noch einsteigen wollen, ein Email genügt. Am Donnerstag hab ich wieder eine interessante Geschichte: Da geht es um Hypnose und Akupunktur bei der Raucherentwöhnung. Da bin ich gespannt.
23. März: Meine neue Lieblingszahl: Null
Gut ist´s gegangen, nichts ist passiert. So lässt sich mein kleiner Test am Wochenende zusammen fassen. Das Treffen mit meinen Freunden hat zu keinem Umfaller geführt. Ich geb zu, es war ungewohnt, keine Zigarette in der Hand zu haben. Aber: Ich hab es durch gehalten. Und am Sonntag war ich ja dann super abgelenkt. Ich war beim Radio Wien-Wandertag mit dabei und es hat mich sehr gefreut, so viele Hörerinnen und Hörer kennen zu lernen. Und das letzte Mal wandern, war ich mit meinen Eltern vor 30 Jahren bei einem Sommerurlaub.
Radio Wien Wandertag. (Bild: ORF)
Also nach einem erfreulichen Wochenende war auch der Wochenbeginn mehr als erfreulich: Der CO-Messer hat 0 angezeigt und fast noch besser: die Waage hat heute 86,4 Kilogramm gemessen. Das heißt: Ich habe fast zwei Kilo abgenommen. Kein Wunder, ich bin jetzt richtig aktiv. Jeden zweiten oder dritten Tag geh ich sporteln, ich verzichte auf Süßigkeiten und setze auf Trennkost. Wie geht´s Ihnen beim Rauchen aufhören oder wie haben Sie es geschafft? Ich freu mich, wenn Sie mir schreiben. Bis morgen in der Früh!
Ihr nichtrauchender Peter Polevkovits!
20. März: Tag 10 ohne Zigarette - ein Genuss!
Tag 100, Tag 1.000 oder Tag 10.000 würde sich natürlich besser machen, aber das wird schon werden. Ich bin sehr zuversichtlich! Wenn ich daran denke, wie es mir heute vor einer woche körperlich gegangen ist, so bin ich im Gegensatz dazu heute schon das blühende Leben.

In der Arbeit habe ich mich im Laufe der Woche immer wieder getestet - sprich ich habe ab und zu bei den boffelnden Kollegen im Raucherkammerl vorbeigeschaut - das war kein Problem, aber lange habe ich es nicht ausgehalten, weil da STINKTS ja fürchterlich :-) !!!

Morgen Abend erfolgt dann die Feuerprobe im rauchenden Freundeskreis - ich freu mich darauf und ich bin gespannt, was ich mit meinen Fingern machen werden, wenn die anderen zu einer Zigarette greifen.

Am Sonntag möchte ich, wenn es sich ausgeht, mit dabei sein bei der Wanderung mit Prof. Bankhofer im Lainzer Tiergarten. Frische Luft für den Körper und dann gestärkt in die neue Woche.

Am Montag ist wieder Messtag. Dr. Ernest Groman wird die Waage und den Co-Atemlufttester mitbringen - der alles ans Tageslicht bringen würde, was am Wochenende passiert sein könnte. Ich hoffe, auf eine klare 0, so wie letzte Woche und auf ein stabiles Gewicht! Wir halten durch!

Bis dahin, ein entspanntes und erholsames Wochenende!!
19. März: Die nächste Probe steht bevor!
Das Eis als Belohnung gestern war echt eine Sensation. Ich glaub, ich hab noch nie ein Eis so "in vollen Zügen" genossen. Aber nicht nur meine Motivation, auch die von außen ist sehr stark. In der Firma werde ich von Kollegen motiviert, zuhause sowieso. Es gibt noch immer Situationen, wo ich kurz ans Rauchen denke, aber die Menschen werden nicht müde, mich immer wieder davon zu überzeugen, dass ich es sein lassen soll.

Ich hab mich seit letzter Woche bewusst aus meinem Freudeskreis etwas zurück gezogen, denn da wird viel geraucht. Am Samstagabend werde ich aber mit den "üblichen Verdächtigen" treffen. Dr. Ernest Groman vom Nikotininstitut hat gesagt, Männer werden am häufigsten in einer gemütlichen Runde mit Freunden rückfällig. Wie man das verhindert, erfahren wir morgen. Bis dahin alles Gute, wer einen Motivationsschub braucht, schreibt mir bitte, ich schreib zurück und für hilfreiche Tipps, wenn das Verlangen kommt, bin ich sowieso immer dankbar.

Lustig ist, dass mir auch viele Menschen schreiben, die jetzt im März versuchen, fitter zu werden. Richtig: Egal, was wir uns vorgenommen haben, gemeinsam stehen wir es durch. Ich zähl auf Sie!
18. März: 1 Woche rauchfrei
140 Zigaretten hab ich seit letzten Mittwoch NICHT geraucht. Knapp 12 Stunden (wenn ich für eine Zigarette 5 Minuten rechne), habe ich für andere Aktivitäten nutzen können. Und 28 Euro hab ich mir durch den Entschluss nicht mehr zu Rauchen gespart. Die liegen in meinem Spar-Schweindl. 1 Woche Nichtraucher - das ist jetzt noch nicht die Welt, aber es sind die ersten kleinen Schritte. Aus vielen Ihrer Emails weiß ich, dass man sich über jeden Schritt freuen soll.

Und das tu ich und belohne mich. Ich werde mir heute das erste Eis in der Saison gönnen, bevor der Schnee zurück kommt (wenn der Gerald Holzinger recht hat). 1 Kugel Schokolade, 1 Kugel Banane und 1 Kugel Malaga: und kein Gedanke ans Zunehmen.
17. März: Lust auf Schweinsbraten
Beim Fotoshooting für dieses Bild hat es mir noch leid getan, eine Zigarette zu zerbrechen. Schade drum, war mein Gedanke. Nun bin ich seit fast einer Woche rauchfrei. Und das Verlangen ist im Moment überhaupt nicht da. Ich hab gerade so eine Lust auf ein Käseweckerl und um 12.00 Uhr könnte ich derzeit täglich einen Schweinsbraten - oder gleich ein halbes Schwein - verschlingen.

Aber: Nicht zunehmen lautet mein Ziel und da muss ich jetzt auf Käsesemmel und Schweinsbraten verzichten. Während der Frühsemmel knabbere ich Karotten und Bananen. Nüsse sind ja leider auch nicht gerade fettarm. (Danke für den Hinweise einer Hörerin) :-) Ich gehe heute am Nachmittag auch wieder eine Runde laufen. Besser gesagt: Laufen und immer wieder dazwischen gehen. Für 40 Minuten Laufen fehlt mir noch das richtige Gefühl für Tempo. Ich fange immer zu schnell an und dann hängt mir nach kurzer Zeit die Zunge bis zum Boden. :-)

Eines muss ich noch mal schreiben: Ich freu mich total über die Emails. Es motiviert mich sehr, Ihre Zeilen zu lesen und zu antworten. Und ich freu mich, dass so viele in der Stadt mit mir zum Rauchen aufgehört haben. Aber Sie können noch immer einsteigen: den ganzen restlichen März, an jedem Tag, wo Ihnen danach ist. Für jeden ist ein anderer Tag günstig. Für mich war es der Mittwoch vor einer Woche. Yeap, eine Woche bin ich schon Nichtraucher und bleib es hoffentlich!!
16. März: Jetzt erst recht!
Yeah, ich hab am Wochenende durchgehalten. Und jetzt bin ich voller Motivation und mache weiter. Eines muss ich aber schon einräumen: 100 Prozent "Peter Polevkovits" bin ich noch nicht. 10 Prozent fehlen noch auf das gute Gefühl. Aber der heutige Tag hat schon SOOOO positiv begonnen. Dr. Ernest Groman war da und hat meinen CO-Gehalt in der Atemluft gemessen. Der Wert war: 0 ppm. Zur Erinnerung: Letzte Woche betrug der Wert 21. Zugenommen hab ich bis jetzt auch nichts (meine größte Sorge). Derzeit hab ich 87,5 Kilogramm statt 88,4.

Aber kein Wunder: Ich verzichte auf Naschereien: keine Schokolade, nichts Süßes. Außerdem war ich seit langem wieder einmal sporteln: Zuerst Laufen, dann Rad fahren mit der Familie. Ich meine, ich war ja jetzt nicht das erste Mal laufen, aber bis jetzt war´s danach immer so, dass ich mir gedacht habe: NAJA, nichts für mich. Diesmal hat es aber irgendwie echt gut getan. Vielleicht komm ich zum Lauftreff am Mittwoch mit meinem Kollegen Gerald Holzinger.

Morgen vor eine Woche hab ich die letzte Zigarette geraucht. Und ich bin jetzt gerade am Überlegen, womit ich belohnen werde für mein Durchhalten. Danke für die vielen Emails und ich freu mich, dass viele Hörer mit mir gemeinsam aufhören!!!! Wir machen weiter, jetzt erst recht!!
13. März: Es wird besser!
Mein dritter Tag ohne Zigarette! Im Vergleich zu gestern geht es mir körperlich ein bisschen besser, was mich sehr freut, denn gestern war es schon sehr heftig. An dieser Stelle: DANKE für die vielen Mails, die ich bekommen habe. Es hat sehr gut getan zu lesen, dass das normal ist, dass man sich komplett "out of space" fühlt - also aufgekratzt, unkonzentriert und für die anderen rundherum total nervig.

Aber Dank einem großartigen Umfeld hier bei Radio Wien, also auch bei meiner Familie wurde das ganz gut abgefedert. Ein bisschen „Narrenfreiheit“ wird mir auch noch zugestanden, aber ich hoffe, dass es mit diesen körperlichen Erscheinungen nach dem Wochenende vorbei ist.

Was das Wochenende angeht, so werde ich wie Ernest heute Früh vorgeschlagen hat, sämtliche bisher qualmende "Treffs" auslassen, ja sogar wirklich meiden und lieber die frische Luft im Freien inhalieren.

Gespannt bin ich auf den Montag: Nach dem Wochenende wird wieder gemessen, am Montag kommt Ernest mit seinem CO-Messer für die Atemluft und ich stell mich auf die Waage. Meine Werte vergangenen Dienstag: 21ppm – das wird sicher weniger sein, da ich ja nicht mehr geraucht habe, seit dieser messung. Die 88,4 Kilo Körpergewicht werden hoffentlich gleich bleiben.

Bis dahin allen "Aufhörern" viel Kraft! Durchhalten! Wir schaffen das!!!!! Ich melde mich wieder am Montag
12. März: Der Entzug ist hart!
Ich bin fertig. Das ist leider echt so. Die Frühsendung war heute schwierig für mich. Ich merke - lustigerweise erst am zweiten Tag - wie sich mein Körper umstellt und vor allem damit kämpft, dass er kein Nikotin bekommt. Was ein bisschen zu Unkonzentriertheit geführt hat.

Und: Der Gusto auf eine Tschick war heute unendlich groß. Aber ich bin standhaft geblieben und ich werde standhaft bleiben. Ich versuche mir immer vor Augen zu führen, dass Zigaretten etwas extrem Stinkendes und Schädliches für die Gesundheit sind. Ich hoffe, dass die körperlichen Umstände besser werden. Denn eigentlich möchte ich es ohne Ersatzprodukte wie den Nikotinkaugummi schaffen.

Und so sitze ich jetzt hier vor dem Computer, schreibe für Sie ein paar Zeilen und knabbere Nüsse. Ich bin schon lange auf und habe Hunger. Die Kollegen sitzen jetzt in der Kantine beim Frühstück. Aber die Kantine will ich jetzt bewusst meiden. Denn dort wird geraucht. Da mach ich lieber einen großen Bogen drum.

Eines ist mir noch aufgefallen: Bis jetzt bin ich zu all meinen Terminen immer fünf Minuten früher hin gegangen, um noch schnell eine zu rauchen. Jetzt bin ich überall fünf Minuten zu früh und habe plötzlich ein Zeitfenster von fünf Minuten, in denen ich nicht weiß, was tun. Ich muss mir das abgewöhnen oder ich schaffe mir eine Ersatzhandlung wie z.B. ein Buch lesen.

Morgen besucht uns wieder Ernest Groman und es geht um das erste rauchfreie Wochenende. Das ist ein bisschen eine heikle Geschichte. Weil viel Freizeit, bedeutet viel Zeit zum Nachdenken übers Rauchen. Wie gehts Ihnen, wenn Sie auch gerade aufhören oder wie haben Sie es geschafft, ich freu mich über Ihre Postings und Emails.
11. März: Ich bin Nichtraucher!
Der Tag X ist da. Dienstag, 11. März. Nach dem "Bewusst Gesund"-Treffen hab' ich zuhause am Balkon die letzte Zigarette geraucht. Was ist dabei in meinem Kopf vorgegangen? Das Gefühl war weder wehmütig noch befreiend. Ich hab einfach zu mir selbst gesagt: Ich kann auch in Zukunft eine Zigarette rauchen, aber ich will nicht. Es ist meine freie Entscheidung, jetzt, hier und heute aufzuhören.

Eine Zigarette ist mir im Packerl übrig geblieben. Ich hab sie einem Freund geschenkt. Seine Antwort: "Ich heb sie für dich auf. Und wenn du nie mehr eine rauchen willst, dann bleibt sie einfach so in der Lade liegen."

Heute in der Früh war es aufregend. Ich bin die ganze Zeit gespannt und horche in meinen Körper hinein, was passiert. Jeder fragt mich, wie es mir geht. Und ich sage Ihnen: ES GEHT MIR GUT! In den Situationen, in denen ich sonst zur Zigarette gegriffen habe, esse ich jetzt einen dünngeschnittenen grünen Paprika oder lutsche ein zuckerfreies Eukalyptuszuckerl.

Für mich steht fest: Der Wille ist der Weg! Ich halte jetzt durch. Ich würde mich über Postings freuen, wie Sie es geschafft haben oder wie es Ihnen bei der Raucherentwöhnung geht. Motivieren wir uns gegenseitig!
10. März: Der Countdown läuft
Heute ist der letzte Tag in meinem Raucherleben. Hoffentlich. Heute früh war Ernest Groman bei mir im Studio und wir haben meine Messwerte fixiert. Atemluft: 21 ppm. Gewicht: 88,4 Kilogramm. Das gilt es zu unterbieten bzw. das Gewicht zu halten. Obwohl 88,4 Kilo sind eigentlich auch zu viel.

Der Tag X steht vor der Tür. Aber nach wie vor gilt: Ich will aufhören. An meiner Einstellung hat sich nichts verändert. Dank der guten Planung fühle ich mich auch gut vorbereitet. Im Vergleich zu meinen bisherigen Versuchen aufzuhören, ist dieses Mal alles komplett organisiert. Ich habe nun viel Wissen rundherum und vor allem die vielen Erfahrungswerte von ihnen. Denn eines ist natürlich auch allen Rauchern bewusst: Das Rauchen ist eigentlich für die Fisch.

Ich hoffe, Sie haben sich angemeldet und wir sehen uns heute Abend beim großen "Bewusst Gesund"-Treffen. Ernest Groman wird da sein und auch Ihnen persönlich alle Tipps und Tricks verraten. Zudem gibt es auch die Möglichkeit, CO messen zu lassen.

Nach dem Treffen heißt es dann für mich: eine letzte Zigarette. Die werde ich ganz bewusst rauchen. Mit dem Gedanken, dass es die letzte sein soll.
9. März: Sparschweinsuche und Protokoll
Hallo und willkommen in der Woche der Entscheidung. Schaff ich`s oder schaff ich`s nicht? Das ist die große Frage. Eines fehlt mir auf jeden Fall noch: Ich brauch noch dringend ein durchsichtiges Sparschwein, in das ich ab Mittwoch Tag für Tag vier Euro einmünzen kann. Das ist das Geld, das ich jetzt für Zigaretten ausgebe. Und ab Mittwoch bleibt mir das Geld. Das Sparschwein ist ein guter Tipp, weil man sich so selbst angeblich motiviert, wenn man sieht, was man sich an Geld erspart.

Seit Freitag führe ich jetzt ein Raucherprotokoll. Ich notiere jede Zigarette plus Situation, Stimmung und Zeit. Aufgrund des Raucherprotokolls ist die eine oder andere Zigarette bereits weg gefallen. Ganz weg fallen werden sie dann am Mittwoch.

Morgen früh werde ich mit Dr. Ernest Groman vom Nikotininstitut klären, "wie" man die letzte Zigarette am besten raucht. Und wir werden die Messungen, die dann als Richtwert gelten, durchführen. Sprich: Wie viel Kohlenmonoxid ist in meiner Atemluft und wie viel wiege ich. Praktisch ist: Wenn ich aufgrund des Rauchenaufhörens zunehme, kann ich mich dann gleich auch noch bei Hadschi anschließen. :-)))
3. März: Vorbereitung ist alles
Hallo. Also ganz ehrlich, ich hatte schon ein mulmiges Gefühl vor dem März. Und deshalb gleich als erstes ein großes großes Dankeschön für die vielen Anrufe beim Servicetelefon und die Emails. Mein Postfach ist voll mit Ihren Tipps und Durchhalteparolen. Und die kann ich echt brauchen.

Alles hat mit einem schnell gesagten Satz in der Sitzung zum "Gesundheitsmonat" begonnen, als wir überlegt haben, was meine Kollegen und ich im Gesundheitsmonat machen könnten. Gerald Holzinger ist sofort Laufen eingefallen, Robert Jahn wollte fitter werden. Und ICH? Da ist mir natürlich gleich mein größtes gesundheitliches Laster durch den Kopf geschossen und ich hab´s einfach gesagt: "Ich höre im März zu Rauchen auf".

Wahnsinn, der Satz war schnell gesagt und jetzt steck ich schon mitten drin in der Vorbereitung auf mein Dasein als Nichtraucher. Nichtraucher: Das klingt echt gut. Noch bin ich davon weit entfernt. Noch steh ich in den Pausen mit meinen Kollegen im Raucherkammerl. Bald geh ich dort nicht mehr hin, weil dort stinkt es. :-)
Peter Polevkovits beim Kohlenmonoxid-Test. (Bild: ORF)
Heute hab ich schon einen Test hinter mir: Dr. Ernest Groman vom Nikotininstitut hat den Kohlenmonoxid-Gehalt in meiner Atemluft getestet. Huch, das Gerät hat gezählt und gezählt. 13, 14, 15, 16 und ist dann bei 17 stehen geblieben. Das entspricht einem Packerl Zigaretten am Tag. Lügen nützt bei dem Gerät nichts. Aber das nützt einem selbst ja auch nichts.
Und damit sind wir auch schon beim kommenden Mittwoch, sprich dem 11. März. Das wird mein Tag X, mein erster rauchfreier Tag seit 15 Jahren. Anmeldungen für meine übrig gebliebenen Zigarettenpackerln nehm ich gern unter der E-Mailadresse weiter unten entgegen :-), aber noch viel lieber sind mir natürlich Emails von Menschen, die mit mir gemeinsam aufhören. Denken Sie dran, gemeinsam sind wir ein Team. Sie zuhause vor den Radiogeräten, ich vor dem Mikrofon.
Peter Polevkovits (Bild: ORF)
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