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MI | 11.04.2012
Verschiedene Kondome (Bild: dpa/Roland Scheidemann)
Lifestyle
Kondome sind museumsreif
Vor 15 Jahren hat in Wien die erste Kondomerie eröffnet. Zum Jubiläum eröffnet Geschäftsführerin Ingrid Mack nun ein Museum, in dem Kurioses und Wissenswertes zum Thema Verhütung und Safer Sex ausgestellt ist.
Nicht unumstrittene Geschäftsidee
"Jeder sollte sich in einem ganz normalen Geschäft sein passendes Kondom aussuchen und kaufen können – aus der europaweiten Angebotspalette auswählen und so verantwortungsvolle Sexualität leben können", schilderte Mack ihren Beweggrund, ein Fachgeschäft für Kondome zu eröffnen.

Am 27. Jänner 1994 eröffnete sie das "Condomi" in der Otto-Bauer-Gasse 24 in Wien-Mariahilf. Unterstützung bekam sie unter anderem von den Aids-Hilfen. Nicht geheuer war ihre Geschäftsidee hingegen Pornojäger Martin Humer, der Polizei und Wirtschaftskammer über die "schmutzige Geschäftstätigkeit" informierte, wie Mack erzählte.
Radelnder Kondombote
Kurios war der Einsatz eines radelnden Kondomboten am Wochenende in den Jahren 2003 bis 2004. Auf telefonische Bestellung brachte er Kondome auch zu den sonderbarsten Adressen wie etwa Parkbänken und Discotheken.
Ingrid Mack in ihrem Kondom-Museum (Bild: APA/Georg Hochmuth)
Ein Kondom aus Schafsdarm (Bild: APA/Georg Hochmuth) Ausflug in die Vergangenheit
Kurioses findet der Besucher auch im neuen Condomi-Museum. Auf 100 Quadratmetern kann er die Geschichte des Kondoms nachvollziehen und Kondome aus Leinensäcken, Schafdärmen und Fischblasen bewundern. Als neuere Entwicklung ist das flüssige Kondom ausgestellt.

Das Museum ist im Keller des Erotikfachgeschäfts "Liebens-wert" eingerichtet. Ein geführter Rundgang dauert etwa eine Stunde. Willkommen sind auch Schulen, die im Rahmen des Aufklärungsunterrichts das Museum besuchen wollen.
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