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MI | 11.04.2012
Kramar (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer)
Theater
Großer Andrang bei Premiere von "Pension F."
Heute geht die Premiere des heftig umstrittenen Stücks "Pension F." zum Inzestfall von Amstetten über die Bühne. Die Vorstellung in Hubsi Kramars 3Raum-Anatomietheater findet unter hohen Sicherheitsmaßnahmen statt.
Mit einem der aufsehenerregendsten Kriminalfälle beschäftigt sich Kramars Mediensatiere.
Kramar: Mediensatire, keine Verhöhung
Als Hubsi Kramar sein Stück Anfang des Jahres als "Keller-Soap" ankündigte, gingen die Wogen hoch. Die FPÖ warf Kramar wiederholt "Geschmacklosigkeit" vor, diverse Zeitungen zogen mit. Worum es in dem Stück genau gehen wird, konnte zu diesem Zeitpunkt aber niemand wissen. Es war noch nicht einmal geschrieben.

Kramar wies die Vorwürfe jedenfalls entschieden von sich. Er plane eine Mediensatire, von einer Verhöhnung der Opfer im Inzestfall von Amstetten könne überhaupt nicht die Rede sein.
Sicherheitspersonal engagiert
Trotzdem wurden wiederholt Plakate für das Stück "Pension F." abgerissen. Unbekannte klebten auch die Tür zu Kramars Theater zu. Für die Aufführungen wurde nun eigens privates Sicherheitspersonal engagiert. Auch die Polizei will verstärkt bei der Premiere das Theater im Auge behalten.

Auf jeden Fall wird es eng im 3Raum-Anatomietheater in Wien-Landstraße, denn die Premiere ist ausgebucht - und zwar von mehr als 100 Journalisten aus aller Welt. Unter anderem wird die britische BBC das Stück aufzeichnen.
Wiederaufnahme im April
Auf der Homepage des Theaters wird das Stück als "Eine Keller Soap" mit dem Zusatz "Im Keller unterm Teppich: Tiefer gehts nicht mehr. Einfach: Nieder-Österreich" angekündigt.

Und das Publikumsinteresse scheint gegeben. Die Premiere wie alle Vorstellungen im Februar sind bereits ausverkauft, weshalb das Stück im April an vier Abenden wieder aufgenommen wird.
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