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KULTUR |
04.05.2009 |
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Schauspielkollegen trauern um Muliar
Tiefe Trauer herrscht derzeit im Theater in der Josefstadt. Ensemble und Direktion sind bestürzt über den plötzlichen Tod von Fritz Muliar. Auch in anderen Kulturhäusern zeigte man sich betroffen.
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Karl Markovics und Muliar in "Mein Kampf" im Theater in der Josefstadt. |
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Trauerminute in der Josefstadt
Im Theater in der Josefstadt wurden am Montag die Proben für die "Talisman"-Produktion für eine Trauerminute in Gedenken an Fritz Muliar unterbrochen und für Dienstag ganz ausgesetzt. Vor der Vorstellung von "Die Wirtin" am Dienstag wird Direktor Herbert Föttinger eine kurze Rede halten.
Peter Turrinis "Die Wirtin" wurde am Sonntagnachmittag die letzte Vorstellung in der über 71-jährigen Bühnenkarriere Muliars. Seine Rolle des Baron von Ciccio wird von Alexander Grill übernommen.
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Projekt zum Geburtstag war in Planung
"Wahnsinnig traurig" zeigte sich Muliars Bühnenpartner, Schauspieler Michael Dangl, nach dem Ableben seines Kollegen. "Ich hab einen Freund verloren. Er war für mich ein Freund und ein Theatervater."
Noch am 1. Mai sei er bei Muliar gewesen, um über das geplante Geburtstagsprojekt zu Muliars 90er im Dezember zu sprechen: die Uraufführung der eigens geschriebenen Fortsetzung namens "Mr. Greens zweite Chance" zu Jeff Barons "Besuch bei Mr. Green", mit dem Muliar schon seinen 80. Geburtstag gefeiert hatte. "Er hat sich schon sehr gefreut auf das Stück", so Dangl.
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Ott: Verlust kaum zu fassen
Betroffenheit über das Ableben Muliars herrscht auch im Burgtheater, wo der Kammerschauspieler, der 1974 von Direktor Gerhard Klingenberg engagiert wurde, Ehrenmitglied war: "Die Direktion und Ensemble des Burgtheaters trauern um eine komödiantische Persönlichkeit", hieß es in einer Pressemitteilung.
Im Ö1-Mittagsjournal sprach Elfriede Ott, eine gute Freundin und langjährige Bühnenpartnerin Muliars, von einem großen Verlust, den sie noch gar nicht fassen könne. "Er hat für das Theater gelebt und für das Theater oft gestritten", sagte Volksopern-Direktor Robert Meyer in der Sendung.
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Muliars Buch erscheint posthum im Juli
Auch im Residenz Verlag trauert man um den Volksschauspieler. Bis zu seinem Tod habe er an seiner Autobiografie "Denk ich an Österreich. Eine Bilanz" mitgewirkt. Diese soll nun voraussichtlich im Juli im Residenz Verlag erscheinen.
"Es ist eine Autobiografie und eine kritische Liebeserklärung an ein Land, von einem, dessen Leben mit seiner Geschichte untrennbar verbunden war", heißt es aus dem Verlag,
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Radio- und TV-Tipps
Auch im ORF trauerte man um das langjährige Mitglied sowohl des Publikums- wie auch des Stiftungsrats und änderte in memoriam Fritz Muliar das Programm. Generaldirektor Alexander Wrabetz würdigte Muliar als "großartigen Menschen, leidenschaftlichen Österreicher, begnadeten Schauspieler und Autor".
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wien.ORF.at
Fritz Muliar verstarb im Alter von 89 Jahren im Wiener AKH. Als Volks- und Charakterschauspieler war er im gesamten deutschen Sprachraum bekannt
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