Hrdlicka-Skulptur im Stephansdom enthüllt Eine Skulptur der 1998 seliggesprochenen Ordensfrau Restituta Kafka ist in der Barbarakapelle des Stephansdoms enthüllt worden. Das Kunstwerk stammt von Alfred Hrdlicka.
Im Beisein des Künstlers Der 81-jährige Künstler, der sich selbst als Atheist bezeichnet, war beim Festakt anwesend. Er schuf die Skulptur gemeinsam mit einem ehemaligen Schüler, Ben Siegel, in wochenlanger Arbeit.
In Bronze gegossen, rund 150 Kilogramm schwer und 130 Zentimeter groß ist die Skulptur der Schwester Maria Restituta, so wie Hrdlicka sie sich vorstellt.
Schwester Restituta -wegen Widerstands gegen die Nazis hingerichtet.
Mahnmal gegen NS-Terror Das neue Kunstwerk sei für den Dialog der Kirche mit der zeitgenössischen Kunst eine "Riesenchance", so Dompfarrer Toni Faber. Mit der Skulptur der 1943 von den Nationalsozialisten wegen "Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat" hingerichteten Hartmannschwester Restituta wird laut Faber zudem ein weiteres "starkes Mahnmal gegen den NS-Terror" gesetzt.
Die Skulptur hängt an der Nordseite des Doms, in der Barbarakapelle. Diese dient als Meditationsraum. Im Schaft eines Kreuzes werden in der Kapelle Asche aus dem Konzentrationslager Auschwitz und Erde aus dem Konzentrationslager Mauthausen aufbewahrt.
wien.ORF.at; 23.11.09 Die Enthüllung des Hrdlicka-Mahnmals vor der Albertina jährte sich vergangenen November zum 20. Mal. Davor gab es einen jahrelangen Streit. Gegen alle Widerstände setzte sich der damalige Bürgermeister Helmut Zilk durch.