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MI | 11.04.2012
Taucher der Feuerwehr in der Neuen Donau (Bild: ORF)
CRHONIK
Nach Badeunfall: Diskussion über Hilfeleistung
Ein Neunjähriger schwebt nach einem Badeunfall in der Neuen Donau weiter in Lebensgefahr. Die Feuerwehr kritisierte, dass niemand der Anwesenden versucht habe, dem Buben zu helfen. Dazu gibt es aber unterschiedliche Angaben.
Hergang des Unglücks weiter unklar
"Die Lage ist ernst", sagte eine Ärztin am Freitagnachmittag. Während der Bub mit dem Tod ringt, bleibt der Hergang des Unglücks weiter unklar. Die Eltern des Kindes lehnen jeden Kontakt mit den Medien ab.
Laut Feuerwehr waren etwa 200 Personen am Unfallort. Niemand suchte nach dem Buben.
Hat tatsächlich niemand geholfen?
Am Tag nach dem Unglück zeigte sich ein Feuerwehrmann tief betroffen: "Was für mich unerklärlich ist, ist, dass hier, als wir an der Einsatzstelle angekommen sind, schätzungsweise 200 Personen waren, die das Szenario beobachteten. Und dass keiner die Zivilcourage zeigt und hier selbst versucht, den Jungen zu finden, ist für mich und für die anderen Einsatzkräfte einfach unerklärlich."

Der Darstellung des Feuerwehrmanns widersprachen aber Augenzeugen. Demnach seien sehr wohl Menschen ins Wasser gesprungen, um nach dem Buben zu suchen.
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Unbemerkt zum Wasser gegangen
Laut Polizei dürfte der Neunjährige unbemerkt von seinen Eltern auf einen Ponton gestiegen und von dort ins Wasser gesprungen sein. Dass er nicht mehr auftauchte, blieb offenbar länger unbemerkt. Erst nach etwa zehn Minuten alarmierte ein Passant die Einsatzkräfte.

Feuerwehrtaucher zogen nach kurzer Suche den Buben aus dem Wasser. Er wurde wiederbelebt und mit einem Rettungshubschrauber in das Wiener Donauspital gebracht.
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