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KRIMINALITÄT |
04.06.2009 |
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Bettelverbot für Kinder hat Nebenwirkung
Seit einem Jahr dürfen Kinder unter 14 Jahren in Wien nicht mehr betteln. Die Zahl der Anzeigen ist stark gesunken. Grundsätzlich ist Betteln aber erlaubt. Bettelbanden setzen nun daher auf Behinderte statt Kinder.
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Statt Kindern schicken die Hintermänner nun Behinderte auf die Straße. |
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Kriminelle Strukturen im Hintergrund
Es ist ein Geschäft mit der Armut, das selten den Betroffenen zu Gute kommt. Meist würden kriminelle Strukturen dahinterstecken, etwa Banden aus Rumänien, so Peter Goldgruber von der Wiener Polizei.
Auf das Bettelverbot mit Kindern haben die kriminellen Organisationen rasch reagiert. Jetzt werden behinderte Erwachsene aus Rumänien und Bulgarien nach Wien gebracht, um in U-Bahnstationen und Einkaufsstraßen zu betteln. Stundenlang müssen sie, oft schwer behindert, für ein paar Euro ausharren.
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Die Hintermänner kassieren ab
Solange nicht aggressiv und aufdringlich gebettelt wird, ist Betteln nicht verboten, wohl aber organisiertes Betteln. Goldgruber: "Es gibt Hinweise darauf, dass tatsächlich Strukturen hinter den Bettlern stehen, und zwar Strukturen, die die Bettler ausnutzen, ihnen das Geld abnehmen. Man fördert in Wahrheit kriminelle Strukturen, wenn man den Bettlern Geld gibt."
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Anzeigen wegen Kindern stark gesunken
Das Betteln mit Kindern wurde mit einem Landesgesetz untersagt, das am 4. Juni 2008 auch wegen der damals bevorstehenden Fußballeuropameisterschaft in Kraft trat. Es hat offenbar Wirkung gezeigt. Von mehr als 160 Anzeigen 2007 ist die Zahl auf 15 im vergangenen Jahr gesunken.
Heuer gab es bisher rund 30 Anzeigen. Allerdings sind kaum mehr Kinder beim Betteln zu sehen. Lediglich im März gab es einen kurzen Ausreißer. Eine Organisation hatte 16 Kinder nach Wien geschleust, um hier auf der Straße Mitleid zu erregen. Die Polizei konnte die Hintermänner aber rasch ausfindig machen. Im Mai gab es keinen einzigen Aufgriff mehr.
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wien.ORF.at; 4.2.08
Bei seiner Einführung war das Bettelverbot nicht unumstritten. Für das Verbot sprachen sich SPÖ, ÖVP und die FPÖ aus. Kritik kam von den Grünen und von kirchlicher Seite.
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