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MO | 13.02.2012
Polizisten tragen Aktivistin weg (Bild: ORF)
CHRONIK
Tierschützer blockierten Hausdurchsuchung
15 Aktivisten haben am Mittwoch in Wien-Meidling die Polizei daran gehindert, die Wohnung eines Tierschützers zu durchsuchen. Die Blockade wurde mit Hilfe der WEGA aufgelöst. Es kam zu keinen Zwischenfällen.
Aktivisten blockierten Zugänge.
Tierschützer sprechen von "Staatsterror"
Fünf Polizisten wollten im Auftrag der Staatsanwaltschaft die Wohnung eines Tierschützers in der Jägerhausgasse durchsuchen. 15 Tierschützer blockierten aber den Zugang zum Haus und zur Wohnung. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass sich in der Wohnung Chemikalien befinden. Auch der Computer soll beschlagnahmt werden.

Die Tierschützer sprechen hingegen von Behördenwillkür: "Wir sind überzeugt davon, dass das rechtsstaatswidrig ist, was hier passiert. Man kann nicht ein und derselben Person zweimal hintereinander das Haus auf den Kopf stellen, und immer aus demselben Grund. Ich halte das für einen wirklichen Staatsterror", sagte Martin Balluch vom Verein gegen Tierfabriken.
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Auch Polizeiauto blockiert
Die Polizei forderte Verstärkung an und setzte den Aktivisten eine Frist, innerhalb derer sie den Beamten Zutritt zu gewähren hätten. Als diese verstrich und die Androhung "gelinderer Mittel" nichts brachte, trugen die Polizisten mit Hilfe der WEGA einen Aktivisten nach dem anderen weg.

Die Polizei nahm die Personalien der Tierschützer auf. Als sich eine junge Frau weigerte, ihren Namen bekanntzugeben, wollten die Polizisten sie mitnehmen.

Neuerlich traten die Tierschützer in Aktion und hinderten diesmal das Polizeiauto mit der Frau daran, wegzufahren. Mit Hilfe der WEGA wurde auch diese Blockade aufgelöst. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand.
Anschläge auf Textilhandelsketten als Hintergrund.
Säureanschlag auf Lederwarengeschäft
Angeordnet hatte die Hausdurchsuchung die Staatsanwaltschaft Wr. Neustadt. Hintergrund ist ein Gerichtsverfahren gegen einige Tierschützer, die laut Staatsanwaltschaft von 2000 bis 2008 Anschläge durchgeführt haben sollen, die sich hauptsächlich gegen Textilhandelsketten richteten. Die Ermittler beziffern den Schaden auf mehr als 600.000 Euro.

Im konkreten Fall soll der Mieter der Wohnung im vergangenen Dezember einen Säureanschlag auf ein Lederwarengeschäft in Passau verübt haben.
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