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MO | 13.02.2012
Visualisierung: Neues Besucherzentrum Schloss Schönbrunn (Bild: Konrad)
TOURISMUS
Neues Besucherzentrum für Schönbrunn
Die Zeit, in der Warteschlangen aus Schloss Schönbrunn teils bis ins Freie reichen, nähert sich dem Ende: Die Wiener Attraktion erhält ein neues Besucherzentrum für die jährlich 2,5 Millionen zahlenden Gäste.
Gardetrakt wird für fünf Mio. Euro adaptiert
Damit die Besucher künftig nicht mehr im Regen stehen gelassen werden, wird der Gardetrakt des Schlosses, der sich linker Hand beim Eingang zum Ehrenhof findet, entkernt und adaptiert. Bei Kosten von geschätzten fünf Mio. Euro soll 2011 mit dem Bau begonnen, 2012 dann das Besucherzentrum eröffnet werden.

Die Eingangshalle erstreckt sich dabei über die gesamte Länge des Baus und wird bis zu 400 Menschen aufnehmen können. Der bestehende Plafond wird angehoben und durch eine knapp sechs Meter hohe Gitterdecke ersetzt.

In deren Lochmuster zeichnen sich schemenhaft Sisi und Franz Joseph aus den Marischka-Filmen der 1950er Jahre ab. Ticketinfos sollen mittels Lichtwerfer an die Wand projiziert werden.
Visualiserung: Innenansicht des geplanten Besucherzentrums in Schloss Schönbrunn (Bild: Konrad)
Visualisierung: Neues Besucherzentrum Schloss Schönbrunn (Bild: Konrad)
Grazer
Architektenteam Sieger des Wettbewerbs.
Zahl der Kassen wird verdoppelt
Das Konzept stammt vom jungen Grazer Architektenteam Martin Konrad und Katharina Hengel, das sich in einem EU-weiten Wettbewerb gegen 50 Konkurrenten durchgesetzt hat. Bis 9. Juli sind alle Beiträge in einer Schau im Schloss ausgestellt.

Die Schlangen vor den Kassen werde es - wenn überhaupt - nicht mehr im Freien geben wie derzeit, sondern überdacht, freuten sich auch die beiden Geschäftsführer der Schloss Schönbrunn Kultur- und BetriebsgesmbH (SKB), Franz Sattlecker und Wolfgang Kippes.

So wird auch die Zahl der Kassen für die Individualgäste von vier auf acht verdoppelt. Die Gruppenkasse, derzeit im Gardetrakt untergebracht, wandert ins Schloss, wodurch diese beiden Besuchervarianten, die jeweils rund die Hälfte der Gäste ausmachen, entflochten werden. Der Ticketkauf präge schließlich den ersten Eindruck vom Schönbrunn-Besuch.
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