|
|
 |
 |
CHRONIK |
30.06.2009 |
|
|
|
|
Leck in der Albertina: Zwei "akute Probleme"
Nach dem Wassereintritt im Depot der Albertina spricht Museumsdirektor Klaus Albrecht Schröder jetzt von zwei "akuten Problemen". Die Feuchtigkeit sei zu hoch, zudem reiche auch der vorhandene Platz nicht aus.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Instandsetzung dauert länger als angenommen
"Wie die Archäologen" arbeite man sich derzeit auf der Suche nach möglichen Ursachen für den Wassereintritt in das Zentraldepot der Albertina von der Basteioberfläche in Richtung Depotdecke in die Tiefe. So schilderte Schröder die laufenden Arbeiten der Gutachter zur Schadensfeststellung.
Dabei werde Schicht für Schicht abgetragen. Das werde möglicherweise geraume Zeit in Anspruch nehmen: Vorläufig ist man auf einem halben Quadratmeter Fläche tätig. Zum Vergleich: Die gesamte Basteifläche umfasst 6.000 Quadratmeter, rund 1.000 bis 1.200 Quadratmeter davon liegen direkt über dem Kunstdepot.
Da bei der Errichtung als Isolierschicht Bitumen statt Foamglas verwendet wurde, könne jetzt nicht die Eintrittsstellen des Wassers festgestellt werden. Man werde sich überlegen müssen, in welcher Art man das Depot wieder in Betrieb nehmen wolle, sagte Schröder. Sicher sei, dass der ganze Vorgang von Auslagerung und Instandsetzung wesentlich länger dauern werde als angenommen.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Schröder: Feuchtigkeit und Platz bereiten Probleme. |
|
|
|
"Wir brauchen viel mehr Fläche"
"Man muss alle Szenarien überlegen - auch die ganz pragmatischen." Dazu zählt der Albertina-Chef etwa das Einziehen einer zusätzlichen wasserdichten Decke im Inneren des Depots.
"Aktuell haben wir zwei akute Probleme: Wir bringen mit den Kassetten viel Feuchtigkeit aus den Depots heraus, aber dafür in die anderen Räume hinein. Und wir brauchen viel mehr Fläche als zunächst angenommen", sagte Schröder.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Schließung der Albertina kommt laut Schröder nicht in Frage. |
|
|
|
Feuchtigkeit auf 70 Prozent gestiegen
Nach der Entnahme der Verpackungen aus den Depots wird jede geöffnet und die Feuchtigkeit gemessen. Bei vielen Werken ist es daher notwendig, die Kassetten eine Zeitlang geöffnet zu lassen, damit die Feuchtigkeit entweichen könne, sagte Schröder.
Dies habe zeitweise zu einer Erhöhung der Luftfeuchtigkeit auf kritische 65 bis 70 Prozent geführt, so dass auch in den nun als Zwischendepots genutzten Räumen Entfeuchter aufgestellt wurden.
Die Möglichkeit einer zeitweisen Schließung der Albertina schloss Schröder auf Nachfrage jedoch dezidiert aus.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
ORF.at; 29.6.09
Der Fall Albertina bleibt heikel: Die die Suche nach den Ursachen beginnt erst anzulaufen. Sämtliche beteiligte Institutionen und Unternehmen geben sich dazu auffällig bedeckt. De facto herrscht eine Art Nachrichtensperre zu dem heiklen Fall, der noch juristische Folgen haben könnte.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
wien.ORF.at; 29.6.09
Nur schleppend geht die Räumung der Kunstdepots der Albertina voran. Wegen Elektronikausfällen konnten erst 20 Prozent der Sammlung ausgelagert werden.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|