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DI | 14.02.2012
Die mit Planen abgedeckte Decke des Albertina-Depots (Bild: APA/Herbert Neubauer)
CHRONIK
Auch andere Museen kämpften mit Wasser
Die Albertina ist nach dem Wassereintritt vergangene Woche nur knapp einer Katastrophe entkommen. Wasserschäden gab es aber auch schon in den Speichern der Nationalbibliothek und des MUMOK.
Nationalbibliothek fassade ÖNB-Tiefspeicher nicht wasserdicht
Als nicht wasserdicht erwies sich bereits der in den 90er Jahre errichtete, 16.000 Quadratmeter große Tiefspeicher der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB). Durch über die Jahre entstandene Risse gibt es immer wieder kleinere Wassereintritte, sagte ÖNB-Generaldirektorin Johanna Rachinger.

"Bei großen Baukörpern sind Bewegungen offenbar auch nach Jahren möglich", so Rachinger. Man habe die Situation aber im Griff: "Selbst bei großen Regenmengen sind es nie mehr als insgesamt etwa zehn Liter, die mit eigenen Behältern aufgefangen werden. Aber natürlich muss immer klar sein: Es gibt nie absolute Sicherheit".

Wichtig sei, dass alles täglich kontrolliert werde, da sich die Situation von einem Tag auf den anderen verändern könne.
Sporenbildung wegen Luftfeuchtigkeit
Rachinger kennt die Probleme, die Feuchtigkeit bereiten können, gut: Einer der ersten Krisenfälle, mit denen sie sich als Direktorin zu befassen hatte, war beginnende Sporenbildung bei wertvollen Inkunabeln. Auslöser war zu hohe Luftfeuchtigkeit im Speicher. "Hätten wir nicht rasch reagiert, wäre das eine Katastrophe gewesen".
MUMOK (Bild: APA/Barbara Gindl) Zwei Schadensfälle im MUMOK
Im Museum Moderner Kunst (MUMOK) gab es bereits zweimal wassereinbruchsbedingte Schadensfälle, seit es seinen Neubau im Museumsquartier (MQ) bezogen hat. "2003 trat über einen Schaden im Kanalisationssystem Wasser nach starken Regenfällen ins Depot, die Evakuierung von Kunstwerken folgte als Vorsichtsmaßnahme - man fürchtete hohe Luftfeuchtigkeit", hieß es aus dem Museum.

2008 drang nach einem Unwetter erneut Wasser ins Depot. Die Werke trugen keinen Schaden davon, es wurden Bauschäden als Ursache für die Wassereintritte ermittelt und vom MQ behoben.

Etwa 70 Prozent der MUMOK-Sammlung sind im 1200 Quadratmeter großen Depot im Hauptgebäude untergebracht, alle weiteren, nicht ausgestellten oder verliehenen Werke der Sammlung sind in vier gesicherten Depots in einem Wiener Hafen untergebracht.
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