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MI | 11.04.2012
Augarten (Bild: APA/BARBARA GINDL)
KULTUR
Augarten-Aktivisten geben nicht auf
Die Aktivisten gegen die Errichtung des Sängerknaben-Konzertsaals im Augarten wollen an den Verhandlungstisch zurück. Weitere Blockaden der Probebohrungen werde es nicht geben.
Bürger "ernst nehmen"
"Wir müssen jetzt an den Gesprächstisch zurückkehren", so Eva Hottenroth vom Verein "Freunde des Augartens". Man habe sich diesbezüglich bereits an die Verantwortlichen gewandt.

So müssten die protestierenden Bürger ernst genommen werden. Bei den Gesprächsrunden, die so schnell als möglich angesetzt werden sollten, sollten Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ), Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) und Sängerknabenpräsident Walter Nettig teilnehmen.

Mit Burghauptmann Wolfgang Beer als Besitzer des Grundstücks möchte Hottenroth jedoch nichts mehr zu tun haben: "Mit dem Herrn Beer rede ich nicht mehr - ich möchte, dass der zurücktritt."
Konzertsaal nur mit Umplanungen denkbar.
Kein "Denkmal außerhalb von Friedhof"
Grundsätzlich besteht man von Seiten der Aktivisten auf einem anderen Standort als dem Augarten für den geplanten Konzertsaal.

Allenfalls bei massiven Umplanungen könne man sich mit einem Objekt am Augartenspitz abfinden - dabei spreche man aber von "reversiblen Holzbauten", nicht dem jetzt projektierten Bau aus Stahl, Glas und Beton: "Das sind Altherrenwünsche, von Menschen, die sich außerhalb des Friedhofs ein Denkmal setzen wollen."

Den Vorwürf, mit den Protestaktionen einen Imageschaden für Wien und die Sängerknaben herbeizuführen, will sich die Bürgerinitiative aber nicht gefallen lassen. Die Mahnwache der Aktivisten gehe jedenfalls weiter, die weiteren Probebohrungen wolle und werde man jedoch nicht blockieren.
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