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MO | 13.02.2012
Archäologen bei Ausgrabungen (Bild: MediaClan)
KULTUR
Hobbyarchäologe auf Schatzsuche
Ein Hobbyarchäologe hat in der Mongolei einen wertvollen Schatz gefunden. In Kisten, die von einem Mönch vergraben wurden, fanden sich Statuen und Manuskripte. Sie sollen nun in einem Museum ausgestellt werden.
Erfolgreiche Schatzsuche in der Wüste Gobi.
In Buch auf Geschichte gestoßen
Insgesamt 1.500 Kisten umfasste der Schatz des buddhistischen Heiligen Noyon Khutugt Danzan Ravjaaaus aus der Wüste Gobi. Ein junger Mann namens Tuduv versteckte 64 dieser Kisten im Jahr 1937, um ihn vor der stalinistischen Armee zu schützen. So konnte der Schatz gerettet werden, bevor der Tempel geplündert und zerstört wurde.

Michael Eisenriegler ist durch ein Buch auf die Geschichte aufmerksam geworden, zwei Truhen wurden bereits geborgen. Neben wertvollen Statuen, Ritualgegenständen und Rollgemälden kamen kostbare Bücher zum Vorschein.
Als Sozialreformer verehrt
Noyon Khutugt Danzan Ravjaa aus der Nyingma-Schule des tibetischen Buddhismus Ravjaa lebte im 19. Jahrhundert in der Wüste Gobi und starb 1856 mit 53 Jahren an vergiftetem Wodka. Er wird in der Mongolei unter anderem als Sozialreformer und Verteidiger der Rechte von Frauen verehrt.
Archäologe wird von Leuten umgeben (Bild: MediaClan)
Ausstellung geplant
Rund 20 weitere Kisten liegen noch in der Wüste Gobi, die ebenfalls ausgegraben werden sollen. Eisenriegler möchte das Projekt weiterhin betreuen.

Da man "auch privat interessiert" an der Mongolei und am Buddhismus sei, habe man sich dann entschlossen, Danzan Ravjaa zu mehr Bekanntheit und dem Museum zu mehr Spenden zu verhelfen, erklärte Eisenriegler.

Der geborgene Schatz wird laut Eisenriegler auf jeden Fall nicht verkauft, sondern in einem Museum ausgestellt, wie es auch in einem Artikel der Gratiszeitung "Heute" hieß.
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