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MI | 11.04.2012
Demonstranten halten Augartenspitz besetzt (Bild: ORF)
CHRONIK
Augarten-Besetzer wollen mit Häupl reden
Die Demonstranten gegen den Sängerknaben-Konzertsaal halten den Augartenspitz weiter besetzt. Sie fordern nun ein Gespräch mit Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ), obwohl dieser ihr Anliegen nicht unterstützt.
Mediator trotz gegenteiliger Positionen
Häupl hatte sich zuletzt als Mediator angeboten, gleichzeitig aber auch betont, für den Bau des Konzertsaals im Augartenspitz zu sein. Die Demonstranten wollen trotzdem mit ihm sprechen.

Solange das Gespräch nicht fixiert ist, wollen sie im Augarten bleiben, um zu verhindern, dass die Bauarbeiten auf dem Gelände beginnen. Rechtlich ist die Stadt allerdings nur als Baubehörde mit dem Projekt befasst. Das Grundstück gehört dem Bund.
Besetzer liegt in Hängematte (Bild: ORF)
Die Demonstranten haben sich auf dem Gelände häuslich niedergelassen.
Gelände rund um die Uhr besetzt
Die Demonstranten halten das Areal seit Sonntagabend rund um die Uhr besetzt. Sie nächtigen in Zelten, haben sogar ein kleines Schwimmbecken aufgestellt. Ihre Zahl variiert, es seien aber nicht nur die vielzitierten Arbeitslosen, so Monika Roesler vom Verein "Freunde des Augartens".

Die Demonstranten wollen den Bau des Konzertsaal der Sängerknaben verhindern und den Park öffentlich zugänglich machen.
Prominente Unterstützung
Kritik wurde nun auch an Sängerknaben-Präsident Walter Nettig laut, der beklagt hatte, dass die Demonstranten die "Grundregeln der Demokratie" nicht einhalten würden. Undemokratisch sei vielmehr vieles im Zusammenhang mit dem Bauvorhaben gelaufen, so Roesler.

Unterstützung bekamen die Demonstranten wieder von Prominenten. So warnte der Schriftsteller Robert Menasse Bürgermeister Häupl, sich zu überlegen, ob er diesen "im Kampf gegen Herrn Strache" tatsächlich unterstützen werde.
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