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MI | 11.04.2012
Demonstranten halten Augartenspitz besetzt (Bild: ORF)
POLITIK
Sängerknaben-Konzertsaal: Häupl bleibt dabei
Im Gemeinderat hat Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) nun sein Gesprächsangebot in Sachen Sängerknaben-Konzertsaal erneuert. Er betonte, für das Projekt im Augartenspitz zu sein. Einzig die Grünen fordern einen neuen Standort.
Häupl nicht unparteiisch, aber zu Gesprächen bereit.
Keine Polizei zur Umsetzung des Projekts
"Ich halte den Konzertsaal der Wiener Sängerknaben für ein sehr gutes Projekt, ein sehr vernünftiges Projekt", so Häupl in der Fragestunde des Wiener Gemeinderats. Zugleich erneuerte er sein Gesprächsangebot: "Wenn ich etwas beitragen kann zu einer friedlichen Lösung, dann tue ich das", so Häupl.

Allerdings stellte er ebenso zum wiederholten Male klar, als Befürworter des Projekts im Augartenspitz kein unabhängiger Mediator sein zu können. Häupl ist auch klar gegen eine polizeiliche Räumung: "Was ich dezidiert nicht will, ist, dass mit Hilfe der Polizei dieses Projekt umgesetzt wird."
FPÖ und ÖVP für klare Schritte und Klagen.
Standort für Grüne "schlechteste Idee"
Vom Sängerknaben-Konzertsaal als guter Idee sprach auch Grünen Planungssprecherin Sabine Gretner. Der geplante Standort Augartenspitz sei aber die denkbar schlechteste Idee.

Häupl solle klare Schritte setzen, um das Projekt im Augartenspitz durchzusetzen, forderte hingegen ÖVP-Kultursprecher Franz Ferdinand Wolf. Schöne Worte alleine seien "für einen Bürgermeister ein bisschen wenig".

FPÖ-Mandatar Toni Mahdalik sprach sich ebenfalls gegen den Einsatz von Polizeigewalt aus, um das besetzte Baugelände zu räumen. Er forderte aber die Stadt auf, Besitz- und Schadensersatzklagen gegen die Besetzer einzubringen.
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