Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Walter Meischberger (Bild: APA/ORF/Thomas Ramstorfer)
JUSTIZ
BUWOG: Hausdurchsuchung bei Meischberger
Hausdurchsuchungen hat die Staatsanwaltschaft Wien am Freitag bei den Lobbyisten im BUWOG-Privatisierungsverfahren durchgeführt. Betroffen war auch der Ex-FPÖ-Politiker und Karl-Heinz-Grasser-Vertraute Walter Meischberger.
Hausdurchsuchungen in Büro- und Privaträumen.
Meischberger: "Nichts zu verstecken"
"Wir haben alle Unterlagen bereitwillig weitergegeben, weil wir nichts zu verstecken haben", sagte Meischberger gegenüber der APA. Er bestätigte, dass bei ihm privat und im Büro seiner Firma Valora Solutions in der Wiener Innenstadt Hausdurchsuchungen durchgeführt wurden.

Er sei dabei nicht anwesend gewesen, so Meischberger, daher wisse er nicht, welche und wie viele Unterlagen von den Vertretern der Staatsanwaltschaft und Finanz mitgenommen wurden.

Meischberger sei "eigentlich froh" über die Hausdurchsuchungen. Die Unterlagen würden "medialen Spekulationen um Kickback-Zahlungen an andere Personen den Nährboden nehmen". Meischberger hatte beim Finanzamt Selbstanzeige erstattet, weil er fast acht Millionen Euro Provision beim Verkauf der BUWOG an die Immofinanz im Jahr 2004 nicht versteuert hatte.
Justiz verschärft Gangart.
Keine Hausdurchsuchung bei Grasser
Razzien seien bei Meischberger, Peter Hochegger, bei einem Notar sowie in den Büroräumen von Valora Solutions durchgeführt worden, hatte Gerhard Jarosch, Sprecher der Staatsanwaltschaft, schon zuvor einen Bericht des "Format" (Online-Ausgabe) bestätigt.

Valora Solutions war die ehemals gemeinsam betriebene PR-Firma von Meischberger, Hochegger und Ex-Finanzminister Grasser. Bei Grasser sei keine Hausdurchsuchung durchgeführt worden, sagte Jarosch.
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