Gegen Rassismus: Zehn Jahre ZARA in Wien Vor zehn Jahren wurde in Wien der "Verein für Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit" (ZARA) gegründet. Seither hat sich diese Organisation im Engagement gegen Rassismus und Ungleichbehandlung einen Namen gemacht.
Rassismusfreie Gesellschaft als Ziel Im jährlichen Rassismus-Report registrieren und dokumentieren die ZARA-Mitarbeiter die alltäglichen, rassistisch motivierten Übergriffe in Wien. Allein im Vorjahr gab es 700 Zwischenfälle, die der Organisation gemeldet wurden.
Ziel der Organisation ist es, Zivilcourage und eine rassismusfreie Gesellschaft in Österreich zu fördern sowie alle Formen von Rassismus zu bekämpfen.
Beratung und Workshops Der Verein betreibt eine Beratungsstelle und bietet Workshops und Trainings an. Opfer und Zeugen von Rassismus können sich dabei kostenlos beraten lassen. Das Team besteht aus juristisch und sozial geschulten Beraterinnen und Beratern.
Finanzielle Mittel sehr knapp Seit der Gründung vor zehn Jahren kämpft der Verein ZARA jedenfalls um das finanzielle Überleben. Die Stadt Wien ist die einzige öffentliche Stelle, die ZARA fördert. Das Geld reicht für ein halbes Jahr. Den Rest bestreiten Spender und Vereinsmitglieder.
Geschäftsführerin Barbara Liegl wünscht sich vor allem endlich Bekenntnisse von politischen Parteien. Es müsse deutlicher gesagt werden, dass Rassismus in einem Land wie Österreich keinen Platz habe.
wien.ORF.at; 20.3.09
Eines der größten Probleme ortet ZARA in Nachbarschaftskonflikten, etwa in Gemeindebauten.