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SOZIALES |
17.10.2009 |
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Kindergarten: Standards, Hilferuf, Anpassung
Mit gegenseitigen Schuldzuweisungen und dem Ruf nach Vereinheitlichung haben Vertreter der Wiener Parteien auf die Demonstration von KindergartenpädagogInnen am Samstag reagiert.
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SPÖ für einheitliches Rahmengesetz
"Die Rahmenbedingungen für Kinderbetreuung sollten endlich bundeseinheitlich geregelt sein", verlangte Wiens Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch (SPÖ). Er wies auf die Abschaffung der Kindergartenmilliarde durch ÖVP und FPÖ hin, die dazu geführt habe, dass jahrelang zu wenig neue Kinderbetreuungsplätze geschaffen worden seien.
Gerade in Wien würden KindergartenpädagogInnen hervorragende Arbeit leisten, so Oxonitsch. Wien habe mit dem Kindertagesheimgesetz bereits 2003 wesentliche Standards gesetzt. Es sei nun an der Zeit, "österreichweit, einheitliche Standards festzuschreiben".
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ÖVP: "Berechtigter Hilferuf"
"Es ist höchste Zeit über die Qualität der Kinderbetreuung zu sprechen", sagte ÖVP-Gemeinderätin Monika Riha schon vor der Demonstration. Diese sei ein berechtigter Hilferuf einer Beschäftigungsgruppe, die unter teils schwierigen Arbeitsbedingungen einen anspruchsvollen Job leisten müssten.
Die SPÖ habe sich jahrelang gegen Gebührenbefreiung gewehrt. Dann sei der Gratiskindergarten überhastet eingeführt worden, so Riha, die darauf verwies, dass knapp 3.300 Mitarbeiter der MA 10 hinter der Kampagne des überparteilichen "Personenkomitees Wiener Kindergärten" stehen. Sie forderte die Einführung eines Hochschullehrgangs für vorschulische Pädagogik.
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FPÖ für Anpassung der Gehälter
Die KindergärtnerInnen würden von der Stadtverwaltung im Regen stehen gelassen, die Arbeitsbedingungen seien nicht mehr akzeptabel, das Einkommen beschämend gering, stellte sich auch FPÖ-Bildungs- und Jugendsprecher Johann Gudenus hinter die Forderungen der Demonstranten.
Angesichts der beträchtlichen Verantwortung sei es längst überfällig, die Einkommen der Kindergärtner dem Durchschnittsgehalt öffentlich Bediensteter anzupassen. Die KindergärtnerInnen würden von der Stadtverwaltung im Regen stehen gelassen.
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Grüne: Dringender Handlungsbedarf
Die große Zahl der Teilnehmer an der Demo beweise, dass dringender Handlungsbedarf bestehe, so die Familiensprecherin der Grünen, Daniela Musiol. Die Wiener SPÖ werde deutlich darauf hingewiesen, "dass es hier massive Probleme gibt.
Notwendig sei ein Bundesrahmengesetz, dass die Gruppengrößen, die Bezahlung der PädagogInnen und weitere Eckpunkte festhält, so Musiol.
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wien.ORF.at
Mehr Teilnehmer als erwartet haben sich am Samstag einer Demonstration für bessere Rahmenbedingungen in Kindergärten in Wien beteiligt.
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