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MI | 11.04.2012
Studenten protestieren (Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)
AUSBILDUNG
"Generalstreik" an der Akademie
Univertreter und der Senat der Akademie der Bildenden Künste haben am Dienstag einen Generalstreik ausgerufen. Damit soll gegen die Umstellung auf die Bologna-Struktur und die Abschaffung von Studien protestiert werden.
Studenten protestieren (Bild: APA/GEORG HOCHMUTH) Uni-Senat unterstützt Demonstranten
Die Säulenhalle des Baus auf dem Schillerplatz ist momentan besetzt. Bis Donnerstag werden keine Lehrveranstaltungen abgehalten. Dann finden Verhandlungen zwischen dem Rektor und Vertretern des Wissenschaftsministeriums statt.

Unterstützt werden die Protestanten vom Uni-Senat, so dessen stellvertretende Vorsitzende Sabeth Buchmann. Noch heute werde ein Komitee mit dem Rektorat in Verhandlungen treten, sagte Martina Pfingstl von der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH).

Die Interessen der Uni müsste von Akademie-Rektor Stephan Schmidt-Wulffen gegenüber dem Wissenschaftsministerium verteidigt werden. Man sei gegen die "Degradierung der Universitäten und Schulen zu arbeitsmarktorientierten Ausbildungsstätten".
Studenten protestieren (Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)
Rektor geht davon aus, dass Studienbetrieb bald wieder aufgenommen wird.
Kein Problem mit "politisch aktiven Studenten"
Rektor Schmidt-Wulffen reagierte gelassen. "Ich sehe das sehr entspannt, das ist nicht die erste Demonstration und nicht die erste Besetzung", sagte er. Die Gesellschaft wünsche sich schließlich politisch aktive Studenten, und er gehe davon aus, dass in den Theoriefächern und der Architektur der Lehrbetrieb bald wieder aufgenommen werde.

Mit der ÖH habe es schon einige Zeit Gespräche zur Studienumstellung gegeben. Es es aber logisch, dass das Ministerium eine Umstellung auf die europaweit angewandte Studienarchitektur wünsche, und die derzeitige Sonderstellung der Kunstunis halte er für nicht sehr glücklich, so Schmidt-Wulffen.

Doch in die Leistungsvereinbarungen am Donnerstag werde er mit der Überzeugung gehen, "dass ich das im Haus derzeit nicht umsetzen kann und will". Er sei schließlich nicht nur Leiter der Akademie, sondern begreife sich auch als deren Repräsentant.
Ende der Besetzung am Donnerstag?
Die Aktion soll zumindest bis Donnerstag dauern, wenn die Leistungsvereinbarungsverhandlungen zwischen Rektorat und Wissenschaftsministerium stattfinden.
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