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MI | 11.04.2012
Chip-Lesegerät in Gemeindebau-Waschküche (Bild: ORF)
CHRONIK
Mieter mit Waschküchen zufrieden
Eine positive Bilanz hat die Stadt zum System "naTÜRlich sicher" für Waschküchen in Gemeindebauten gezogen. Seit einem Jahr ist der Zutritt zu den Waschküchen nur noch mit einem codierten Chip möglich.
Türöffner und Freischaltung für Waschen
In die Waschküchen können seit einem Jahr nur Mieter, die über den Chip verfügen. Dieser dient als Türöffner sowie zur Freischaltung der Waschmaschinen. Die Tür zur Waschküche öffnet sich somit ausschließlich für jene MieterInnen die den Waschtermin gebucht haben.

Das neue System wird von den NutzerInnen in einer überwiegenden Mehrheit begrüßt. In einer Umfrage unter 400 Mietern in 19 Anlagen waren etwa 90 Prozent der Befragten zufrieden. Auch das telefonische Service für das Waschküchensystem wird von mehr als 79 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer als sehr zufriedenstellend bewertet.
Knapp 6.000 Waschküchen in Wien
Es gibt insgesamt rund 5.800 Waschküchen in den Wiener Gemeindebauten, die von rund 80.000 HauptmieterInnen genutzt werden. Insgesamt stehen rund 11.700 Waschmaschinen zur Verfügung.
Keine Beschwerden über neues System
Bis vor einem Jahr haben sich einige Mieter nicht an die Waschküchenordnung gehalten. Seit der Einführung des neuen Systems gab es laut Wohnbaustadtrat Michael Ludwig keine Beschwerden.

Deshalb soll das System erweitert werden. Bis zum Frühjahr 2010 werden die neuen Waschküchen in insgesamt 1.200 Wohnhausanlagen installiert sein.
Waschküche im Gemeindebau (Bild: ORF)
Keine Zusatzkosten für die Mieter
Die Installations- bzw. Umrüstungskosten der Waschküchen werden zur Gänze von der Wiener Wohnen Haus- und Außenbetreuung GmbH getragen und werden nicht an die MieterInnen weiter verrechnet.

Für die einzelnen Waschzeiten, die benutzerbezogen abgegolten werden, errechnen sich die Kosten folgendermaßen: Jeder Mieter erhält einen kostenlosen Schlüsselchip, der die geregelte und rechtmäßige Nutzung der Waschküche gewährleistet. Der Stromzähler misst während des Betriebs den aktuellen Energieverbrauch.

Die Steuerungseinheit sendet die Daten via Handyfunk an den Zentralrechner. So werden dem Mieter nur die Kosten seiner Waschtage gespeichert und die verbrauchten Energiekosten anschließend verrechnet.
Größte Waschküche am Rennbahnweg
Das bisher größte "naTÜRlich sicher"-System wurde in der Städtischen Wohnhausanlage Rennbahnweg eingerichtet. Dort sind seit Juli 63 Einzel-aschküchen für 2.449 Mieter in Betrieb.

Jede MieterIn hat Anrecht auf einen Waschtag (sieben Stunden) pro Monat. Die Waschküchen sind von Montag bis Samstag von 6.00 bis 13.00 Uhr oder von 13.00 bis 20.00 Uhr verfügbar. An Sonn- und Feiertagen bleibt die Waschküche geschlossen.
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