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MI | 11.04.2012
Protestierende Studenten an der Uni Wien (Bild: APA/Herbert Neubauer)
CHRONIK
Uni Wien: Studenten halten Audimax besetzt
Studenten halten seit Donnerstagmittag das Audimax der Universität Wien besetzt. Ausgegangen war die Besetzung von einer Demonstration bei der Votivkirche. Die Polizei zog am Abend wieder ab, die Demonstranten blieben.
Rektorat der Uni Wien hat Sicherheitsbedenken.
Besetzung auch über Nacht
Die Besetzung des Audimax geht somit auch während der Nacht weiter. Das Rektorat entschied sich in einer abendlichen Sitzung vorerst gegen eine Räumung.

Allerdings habe man massive Sicherheitsbedenken und hoffe daher, die Besetzer am Freitag in Verhandlungen zur Freigabe des Hörsaals zu bewegen, so eine Sprecherin.

Die Streikorganisatoren kündigten hingegen an, das Audimax auch am Freitag den ganzen Tag über besetzt zu halten. Bis Freitagmittag gibt es laut Rektorat jedenfalls keine Vorlesungen und Prüfungen, sonst finde an der Uni Wien regulärer Vorlesungs- und Prüfungsbetrieb statt.
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Es woll weiterverhandelt werden
Am Freitagvormittag soll es weitere Gespräche des Rektorats mit den Besetzern geben. Ein Problem dabei: Es gibt keine eigentlichen Organisatoren, Studenten der verschiedensten Studienrichtungen sind beteiligt.

Die Besetzung war spontane Folge einer Demonstration, die am Donnerstagvormittag von der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) der Akademie der bildenden Künste organisiert worden war.
Uni Wien hat Sicherheitsbedenken.
Polizei sperrte Zugänge zum Audimax
Die Polizei sprach von 300 bis 400 Demonstranten, diese selbst von rund 1.000 Teilnehmern. Beamte waren zunächst vor dem Universitätsgebäude postiert, sperrten dann später alle Zugänge zum Audimax. Grund waren massive Sicherheitsbedenken wegen der Überfüllung des Hörsaals und der Baustellen an der Universität.

Nachdem sich der zuständige Vizerektor gegen eine Räumung entschieden hatte, zog die Polizei nach einer Stunde wieder ab.
Wogegen protestiert wird
Die Proteste richten sich unter anderem gegen die Einführung des Bachelor/Master/PhD-Systems, Studiengebühren, Zugangsbeschränkungen und die in der Novelle des Universitätsgesetzes vorgesehenen qualitativen Zugangsbeschränkungen.
ÖH sieht erste Erfolge
Zumindest an der Akademie der bildenden Künste konnte die ÖH unterdessen laut ihrem Vorsitzenden Rene Stessl einen ersten Erfolg verbuchen: Bei den Leistungsvereinbarungen soll Rektor Stephan Schmidt-Wulffen die vom Ministerium angestrebte Umstellung der künstlerischen Studien, wie von den Protestierenden gefordert, nicht unterschrieben haben.

Er habe, wie schon zuvor Rektor Gerald Bast von der Universität für angewandte Kunst, stattdessen nur zugesagt, dass über eine solche Umstellung in den kommenden Jahren diskutiert werden solle.
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