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DI | 14.02.2012
Studentenproteste vor dem Parlament
WISSENSCHAFT
Demo: Studenten zogen zum Ministerium
Mit der Besetzung des Audimax allein wollen sich die protestierenden Studenten nicht zufrieden geben. Hunderte zogen vom Portal der Hauptuni über den Ring zum Wissenschaftsministerium. Der Hörsaal bleibt unterdessen besetzt.
Der Hörsaal bleibt bis auf weiteres besetzt, nun wird aber auf der Straße weiter demonstriert.
Ring musste kurze Zeit gesperrt werden
Um 15.00 Uhr startete die Demonstration vor der Uni Wien. Die Studenten zogen über den Ring zum Burgtheater, was eine kurzfristige Ringsperre zur Folge hatte. Die laut Polizei rund 350 skandierten dabei "Der Hahn gehört gerupft".

Nach dem Wissenschaftsministerium zogen die Studenten an die ebenfalls besetzte Akademie der Bildenden Künste und zurück zum Audimax.
Studenten
Studierende teilten sich auf
Zunächst gab es unter den Demonstranten Verwirrung darüber, wohin oder ob man sich überhaupt von der Universität wegbewegen solle.

Schließlich nahm ein Teil der Studenten an der Demonstration teil, der andere hielt das Audimax weiterhin besetzt. Die Besetzung des Audimax wird nicht von einer Gruppe organisiert, sondern von vielen Vertretern mehrerer Unis nach basisdemokratischen Prinzipien.
Die Kosten für den Lehrbetrieb ohne den Hörsaal steigen.
Audimax wird nicht geräumt
Das Audimax wird vorerst nicht geräumt. Dies hat die Universitätsleitung beschlossen. "Derzeit ist die Sicherheitssituation so, dass keine Maßnahmen nötig sind. Wir hoffen, dass das so bleibt", so eine Sprecherin der Universität. Man habe alle Sicherheitsmaßnahmen getroffen, die nötig seien.

An die Besetzer sowie die HochschülerInnenschaft appellierte die Sprecherin, das Audimax "schnellstmöglich für den Prüfungsbetrieb freizugeben". Auch am Samstag, würden dort Prüfungen durchgeführt. Der Lehrbetrieb ohne Audimax ließe sich nur mit sehr hohen Kosten aufrecht erhalten.
Noch keine Verhandlungen mit Rektor
Verhandlungen mit dem Rektorat der Uni Wien, habe es noch keine gegeben. "Das hören wir immer nur aus den Medien", betonte ein Protestteilnehmer.

Rektor Georg Winckler könne sich aber gerne vor das Plenum stellen und mit den Studenten diskutieren. Zielscheibe der Proteste sei aber ohnehin nicht Winckler, "der ist eigentlich ein - unter Anführungszeichen - armes Schwein, weil er selbst finanziell beschnitten wird".
Das besetzte Audimax in der Uni Wien (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer)
Proteste gegen Wissenschaftsminister
Stattdessen solle Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) endlich anerkennen, dass sich die Proteste gegen ihn richten. "Es geht um bundespolitische Fragen, der einzig legitime Ansprechpartner für uns ist Hahn. Wenn sich jemand bei uns melden muss, dann er", betonte der Besetzer.

Hahn hatte am Vormittag am Rande einer Pressekonferenz von einem lokalen Protest gesprochen: "Die Uni Wien muss entscheiden, was sie unternimmt."
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