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MO | 13.02.2012
Garde am Heldenplatz (Bild: ORF)
NATIONALFEIERTAG
Hunderttausende auf dem Heldenplatz
400.000 Menschen haben am Nationalfeiertag die Bundesheerschau auf dem Heldenplatz besucht. Begonnen hatte der offizielle Teil der Feierlichkeiten mit einer Kranzniederlegung.
Werner Faymann und Norbert Darabos legen einen Kranz in der Krypta nieder (Bild: APA/HBF/Andy Wenzl) Kranzniederlegung beim Burgtor
Der Nationalfeiertag begann für das offizielle Österreich traditionellerweise mit einer Kranzniederlegung in der Krypta am äußeren Burgtor.

Bundespräsident Heinz Fischer schritt davor mit Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) und Generalstabschef Edmund Entacher die Garde ab, 30 Minuten später wiederholte sich das Prozedere mit der Bundesregierung.
Abschreiten der Front am Heldenplatz (Bild: APA/Georg Hochmuth)
Werner Faymann (l.) und Josef Pröll (Bild: APA/Georg Hochmuth)
Gemeinsamkeit stellte der Bundeskanzler bei seiner Rede in den Vordergrund.
Faymann-Plädoyer für EU
Im Anschluss kam die Regierung zu einem Sonderministerrat mit einer Rede von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) zusammen. Dieser hielt ein Plädoyer für die EU. Es sei besonders wichtig, europäische Solidarität zu üben. Österreich könne es nicht gleichgültig, sein, welchen Weg Europa gehe, warb Faymann für sozialen Ausgleich.

Auch Fremdenfeindlichkeit erteilte der Kanzler eine Absage. Es dürfe keinen Unterschied machen, ob jemandes Großmutter aus Österreich oder einem anderen Land komme. Das sei der Weg, der einzuschlagen sei. "Die österreichische Erfolgsformel heißt Gemeinsamkeit", so Faymann zum Abschluss seiner Rede, ehe er Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) demonstrativ die Hand schüttelte.
Sonderministerrat (Bild: APA/Georg Hochmuth)
Soldatinnen am Heldenplatz (Bild: APA/Georg Hochmuth)
Die Rolle des Bundesheers wurde von allen Rednern gewürdigt.
Rund 1.200 Rekruten angelobt
Danach wurden auf dem Heldenplatz rund 1.200 Rekruten angelobt. Das Bundesheer sei ein "Garant der inneren und äußeren militärischen Sicherheit unseres Landes", sagte Bundespräsident Fischer. Es diene dem Schutz und der Hilfe im Katastrophenfall ebenso wie der internationalen Friedenssicherung.

Auch Verteidigungsminister Darabos lobte die Leistungen des Bundesheers. Es sei Aufgabe, Schutz und Hilfe zu geben. Diese Aufgabe werde täglich erfüllt, im Assistenzeinsatz, im Auslandseinsatz und bei der Katastrophenhilfe. Auch Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) hob die Rolle des Heeres bei Naturkatastrophen und dem Assistenzeinsatz hervor.
Verfassungsgesetz über Neutralität
Der Nationalfeiertag erinnert daran, dass am 26. Oktober 1955 das Verfassungsgesetz über die österreichische Neutralität beschlossen wurde. Bis zu diesem Datum mussten die Besatzungssoldaten der alliierten Mächte das Land verlassen haben.
Menschenmassen am Heldenplatz (Bild: APA/Georg Hochmuth) 850.000 Besucher insgesamt
Allein 400.000 kamen laut Bundesheer am Nationalfeiertag zur Leistungsschau, insgesamt waren es 850.000, die am verlängerten Wochenende den Heldenplatz besuchten. Ob Kampftaucher, Jäger, Soldaten im Auslandseinsatz oder Panzerfahrer: Sie alle konnten bestaunt und zu ihrer Ausbildung befragt werden.
Black-Hak-Hubschrauber (Bild: APA/Georg Hochmuth)
Rutsche am Heldenplatz (Bild: APA/Georg Hochmuth) Hubschrauber und Seilrutsche
Wie schon seit Jahren war auch dieses Mal wieder der Black-Hawk-Hubschrauber ein Publikumsmagnet. Nichts für schwache Nerven war der 284 Meter lange "Flug" über den Heldenplatz: 60 km/h erreichten die Besucher auf der Seilrutsche.
"Wien heute"-Video
Offene Türen am Ballhausplatz und in Hofburg
Am Vormittag empfing Werner Faymann (SPÖ) gemeinsam mit seiner Frau im Bundeskanzleramt Besucher. Am Nachmittag hatte die Bevölkerung die Möglichkeit, den Bundespräsidenten und seine Gattin persönlich kennenzulernen.
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