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MI | 11.04.2012
U-Bahn (Bild: APA / Günter Artinger)
JUBILÄUM
Wiener U-Bahn-Bau feiert 40. Geburtstag
Vor 40 Jahren ist der Spatenstich für den Bau der Wiener U-Bahn erfolgt. Am 3. November 1969 fuhren Bagger auf dem Karlsplatz auf, um erste Aushubarbeiten zu beginnen. Die Aufnahme des U-Bahn-Betriebs erfolgte am 8. Mai 1976.
Derzeit fahren die U-Bahnen 95 Stationen auf 69,5 Kilometern an.
"700 Riesenräder" für Bau verarbeitet
Der U4-Teilabschnitt zwischen Heiligenstadt und Friedensbrücke war der erste, der in Betrieb genommen wurde. Mittlerweile umfasst das U-Bahn-Netz der Wiener Linien fünf Linien, die auf 69,5 Kilometern 95 Stationen anfahren.

Günter Steinbauer, Geschäftsführer der Wiener Linien, freute sich in einer Pressekonferenz am Montag über eine "eindrucksvolle Bilanz" und unterstrich diese mit entsprechenden Zahlen. Demnach wurden bisher sechs Millionen Kubikmeter Erdreich bewegt, was einem Volumen von zweieinhalb Cheopspyramiden entspricht.

Zudem wurden 300.000 Tonnen Stahl (700 Riesenräder) sowie 2,7 Millionen Kubikmeter Beton verarbeitet, wodurch sich laut Verkehrsbetrieben eine Betonmischerkolonne von Wien bis nach Madrid füllen ließe.
Niederflurwagen der Wiener U-Bahn (Bild: Wiener Linien)
Beim neuen U-Bahn-Wagen gibt es keine getrennten Wagen mehr.
7,5 Milliarden Euro in Ausbau gesteckt
Bis zum Vorjahr wurden für den kontinuierlichen Ausbau insgesamt 7,5 Milliarden Euro aufgewendet. Momentan wird an der Streckenfortführung bis zum ehemaligen Flugfeld Aspern gebaut, die 2013 abgeschlossen sein soll. Bis 2018 ist der Ausbau in Richtung Süden geplant, wobei die U2 dann in der Nähe des künftigen Hauptbahnhofs enden wird.

Mit Ausnahme der Linie U6 - verkehrte in den ersten drei Jahrzehnten ausschließlich der "Silberpfeil" in der Stadt. Mittlerweile sind die Niederflurwagen (V-Type) mit durchgehendem Innenraum und modernerem Design im Vormarsch.
Niederflurwagen der Wiener U-Bahn (Bild: Wiener Linien)
U-Bahn bis zum Stadion
Verlängerter Streckenabschnitt der U2 bis zum Stadion wurde 2008 eröffnet.
U3 ist die jüngste U-Bahn-Linie
Der politische Grundstein für die Wiener U-Bahn wurde am 26. Jänner 1968 durch einen Beschluss des Gemeinderates gelegt. Das 30 Kilometer lange Grundnetz - bestehend aus den Linien U1, U2 und U4 - war allerdings erst im Jahr 1982 fertiggestellt.

Sieben Jahre später wurde dann der erste Teilabschnitt der U6 (Philadelphiabrücke bis Heiligenstadt) eröffnet, auf ihrem gegenwärtigen Kurs ist sie seit 1996 unterwegs.

Die U3 wiederum nahm ihren Dienst im Jahr 1991 zwischen Volkstheater und Erdberg auf. Seit 2000 pendelt die jüngste der Linien zwischen Ottakring und Simmering. 2006 wurde die U1 im Norden bis Leopoldau erweitert. Erst im vergangenen Jahr wurde kurz vor Anpfiff der Fußball-Europameisterschaft die Verlängerung der U2 bis zum Stadion gefeiert.
U-Bahn-Gleise bei Stadion (Bild: him.at)
"Masse-Feder-System" hat Verlegung einer Trasse unter der Staatsoper und Musikverein ermöglicht.
Tunnelbau unter Stephansdom
Technische Herausforderungen während der Bauphasen in den vergangenen 40 Jahre waren etwa die zweifache Unterfahrung des Donaukanals, die oberirdischen Donauquerungen inklusive der Verlegung Unterwasserbetonsohlen oder den Tunnelbau unterhalb des Stephansdoms.

Die erstmalige Anwendung des "Masse-Feder-Systems" im Gleisoberbau habe es darüber hinaus möglich gemacht, unter der Staatsoper oder nahe dem Musikverein eine Trasse zu verlegen.
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