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SO | 12.02.2012
Fu Long (Bild: Tiergarten Schönbrunn/Norbert Potensky)
CHRONIK
18. November: Fu Long nimmt Abschied
Die Geburt des "glücklichen Drachen" vor zwei Jahren hat Jubel ausgelöst. Doch die Tage des flauschigen Pandas Fu Long in Wien sind gezählt. Am 18. November übersiedelt der Besucherliebling des Tiergartens Schönbrunn nach China.
Fu Long kommt in die Pandazucht- und Forschungsstation Bifengxia.
Nur Platz für zwei Pandas
Verträge mit China sehen vor, dass Fu Long noch in diesem Jahr sein Zuhause in Schönbrunn verlässt und Österreich den Rücken kehrt. Aus Platzgründen kann Schönbrunn den Panda nicht behalten. "Wir haben nur Gehege für ein Paar plus ein Junges", sagte Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Da Fu Long nach fast zweieinhalb Jahren ausgewachsen ist und zusehends mehr Raum für sich in Anspruch nimmt, wird er in die Pandazucht- und Forschungsstation Bifengxia übersiedeln. Mutter Yang Yang und Vater Long Hui bleiben dem Tiergarten erhalten.
"Schonfrist" bekommen
Fu Long (Bild: Norbert Potensky/Tiergarten Schönbrunn)
Laut Vertrag hätte Fu Long schon zu seinem zweiten Geburtstag am 23. August 2009 nach China müssen, allerdings wollte man ihm den Transport in den heißen Sommermonaten ersparen.
Reise dauert 15 Stunden.
Pflegerin und Tierarzt reisen mit
Die Reise von Fu Long wird insgesamt rund 15 Stunden dauern. Im Frachtraum einer Cargo-Maschine fliegt der mittlerweile 50 Kilo schwere Panda von Wien über Schanghai nach Chengdu. Die letzten Kilometer wird er zur Pandabase gefahren.

Fu Long wird von seiner persönlichen Betreuerin Eveline Dungl und Zootierarzt Thomas Voracek in sein neues Zuhause begleitet. Während des Transports haben die beiden stets direkten Zugang zu ihm und können ihn auch mit Bambus, Äpfeln, Süßkartoffeln, Pellets und Wasser versorgen. Seine Pflegerin wird einige Wochen in China bleiben, um ihm die Eingewöhnung zu erleichtern.
Fu Long mit seiner Transportkiste (Bild: Norbert Potensky/Tiergarten Schönbrunn) Training für die Reise
Fast zwei Monate wurde mit Fu Long für seine Reise nach China geübt. Pflegerin Dungl hat den Pandabären Schritt für Schritt mit seiner Transportkiste vertraut gemacht. In der riesigen Holzkiste wurden schon Fu Longs Eltern nach Wien gebracht.

"Der Flug wird für Fu Long sicherlich problemlos. Seine Eltern Yang Yang und Long Hui haben vom Transport damals kaum etwas mitbekommen. Sie haben während des Fluges gefressen, getrunken und die restliche Zeit geschlafen", so Schratter.
Fu Long (Bild: Tiergarten Schönbrunn) Fotografen aus der ganzen Welt angelockt
Fu Long erblickte am 23. August 2007 im Tiergarten Schönbrunn das Licht der Welt. Der bei seiner Geburt nur zehn Zentimeter große Panda wog gerade einmal 100 Gramm.

Die Geburt von Fu Long in Gefangenschaft zog weltweites mediales Interesse auf sich. Die vom Aussterben bedrohten Tiere pflanzen sich für gewöhnlich nur in freier Wildbahn fort. Fu Long ist erst der zweite Pandabär, der in Europa in einem Zoo zur Welt kam. Der erste Pandanachwuchs in einem Tiergarten glückte 1982 in Madrid.
Fu Long frisst Bambus (Bild: OTS/Daniel Zupanc)
Archivbild: Fu Long als Junges
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