Schmied: Marshallplan für Museen Einen "Marshallplan für Infrastrukturinvestitionen im Kunst- und Kulturbereich" hat am Dienstag Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ) im parlamentarischen Kulturausschuss angekündigt.
Projekte noch in Gesamtplan zu integrieren "Ich habe mir zum Ziel gesetzt, bis Ende des Jahres einen Masterplan für die Investitionen fertig zu haben", so Schmied. Dieser Plan werde neben Kostenaufstellungen auch Vorschläge für Finanzierungsmodelle beinhalten.
Ihr seien etwa die Sanierung des Völkerkundemuseums und die Frage einer möglichen Zusammenlegung mit dem Volkskundemuseum "ein großes Anliegen".
Ihr lägen seit einigen Tagen Konzepte vor, die sie nun prüfen müsse, so Schmied. Das müsse jedoch ebenso wie das von der Österreichischen Nationalbibliothek überarbeitete Bücherspeicher-Projekt in den Gesamtplan integriert werden.
42 Kandidaten für Lötsch-Nachfolge Weiters erinnerte Schmied daran, dass die Bewerbungsfrist für die Leitung des Museums Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (MUMOK) am 16. November zu Ende geht.
Schmied ist sich außerdem "ziemlich sicher", Ende November/Anfang Dezember die Nachfolge von Bernd Lötsch im Naturhistorischen Museum bekannt geben zu können. Zusätzlich zu den 37 eingelangten Bewerbungen habe die Findungskommission von sich aus weitere fünf Personen angesprochen.
Rücklagen aufgebraucht Zur Situation bei den Bundesmuseen und Bundestheatern generell sagte Schmied, dass die Rücklagen nahezu aufgebraucht seien. Die Bundestheater hätten ab 2011 zusätzlichen Finanzbedarf.
Eine externe Evaluierung der Bundestheater soll möglicherweise noch vorhandene Einsparungspotenziale und strukturelle Verbesserungsmöglichkeiten in der Organisationsform erheben. Schmied: "Ich erwarte mir bis Ende des Jahres einen ersten Bericht."
wien.ORF.at; 7.3.09 Belvedere-Direktorin Agnes Husslein, derzeit Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Bundesmuseen, will die "Verweigerung von Budgeterhöhungen nicht kampflos hinnehmen".