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MO | 13.02.2012
Impfung gegen H1N1 (Bild: Keystone/Ennio Leanza)
GESUNDHEIT
39.000 H1N1-Impfungen in zwei Wochen
Rund 39.000 Menschen haben sich in Wien in den ersten beiden Wochen gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Ein Sonderpädagogisches Zentrum in Floridsdorf wurde am Freitag für eine Woche gesperrt.
Rückgang um zwei Drittel in der zweiten Woche.
Massiver Rückgang bei Impfungen
Die beiden Wochen hätten gezeigt, dass die Inanspruchnahme der Impfstellen schwer vorhersehbar sei, sagte Landessanitäts-Direktorin Karin Spacek.

In der ersten Woche hätten sich 28.900 Menschen impfen lassen, in der zweiten Woche rund 10.000. Am Donnerstag der ersten Woche gab es mit 6.800 Menschen den höchsten Ansturm, am Donnerstag dieser Woche waren es nur mehr 1.783. Spacek sprach von einem massiven Rückgang.
Impfaktion läuft weiter
Insgesamt rund 400 Mitarbeiter, von Ärzten bis zu Sanitätern, waren im Impfeinsatz. Sie immunisierten etwa gleich viele Frauen wie Männer. Am stärksten vertreten waren über 60-Jährige mit einem Anteil von 24 Prozent, gefolgt von den 40- bis 49-Jährigen mit 19 Prozent, hieß es in einer Bilanz der WGKK.

Die Impfaktion für die Bevölkerung mit besonderem Schwerpunkt auf die Risikogruppen hatte am 9. November begonnen. Die Dauer der Impfaktion ist vorerst nicht beschränkt.
Sonderpädagogisches Zentrum gesperrt
Das Sonderpädagogische Zentrum Herchenhahngasse in Wien-Floridsdorf ist unterdessen für eine Woche geschlossen worden. Von der einwöchigen Sperre sind 172 Kinder betroffen, 80 sind derzeit erkrankt.

"Die Maßnahme entspricht der aktuell geltenden Vorgabe des Gesundheitsministeriums, Schulschließungen auf Einrichtungen zu beschränken, in denen Kinder mit chronischen Grunderkrankungen betreut werden", hieß es in einer Aussendung der Magistratsabteilung 15 - Gesundheitsdienst der Stadt Wien.
Knapp 700 Schweinegrippe-Kranke in Wien
Insgesamt gibt es in Wien seit Ausbruch der Schweinegrippe knapp 700 Fälle. Hauptbetroffen sind die 15- bis 34-Jährigen. Jeder zweite Patient ist in dieser Gruppe.

Die Neue Grippe wirkt sich praktisch nicht auf die Krankenstände aus. Rund 30.000 Menschen sind derzeit krank gemeldet. Ein Drittel davon wegen diverser Verkühlungen, Infekten und eben der Grippe.
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