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MI | 11.04.2012
Wiener Sängerknaben (Bild: APA)
BILDUNG
Sängerknabenschule: Mädchen erwünscht
Das Gymnasium der Wiener Sängerknaben wird ab dem Schuljahr 2010/11 auch eine Oberstufe anbieten. Die Schule ist auch für Mädchen offen. Ein Eingungstest muss bestanden werden. Ein Schwerpunkt ist die vokal-musikalische Ausbildung.
Sängerknaben können auch Matura machen.
28 Plätze zu vergeben
"Damit schließen wir eine Lücke im Bildungsangebot, das mit dem Kindergarten beginnt und künftig mit der Matura endet", so Sängerknaben-Präsident Walter Nettig am Freitag. Bisher endete die schulische Ausbildung bei den Sängerknaben mit der achten Schulstufe.

Das Oberstufen-Realgymnasium der Sängerknaben wird als Ganztagsschule geführt werden, die auch Mädchen besuchen dürfen. Allerdings ist der Platz beschränkt. 25 bis 28 sollen es für nächstes Jahr sein. Es gibt einen Eignungstest voraussichtlich im Jänner, das Schulgeld macht monatlich 250 Euro aus, für die Stimmbildung kommen noch 90 Euro hinzu.
Gymnasium soll optimal auf Musikstudium vorbereiten.
Gymnasium und intensive Musikausbildung
"Wir bieten alles, was jedes andere Gymnasium bietet, und darüber hinaus eine optimale Vorbereitung für das Musikstudium", betonte Markus Blauensteiner, Direktor des Gymnasiums. Auf dem Stundenplan stehen neben Musikerziehung auch die Fächer Stimm- und Gehörbildung, Tonsatz, Stilkunde und Aufführungspraxis und Italienisch - eine der gängigsten Opernsprachen.

Zusätzlich werde es Workshops und Projektwochen geben, zu denen namhafte Künstler eingeladen werden. Der künstlerische Leiter Gerald Wirth unterstrich die intensive Zusammenarbeit mit den Musikuniversitäten. So würde man sich in einigen Fächern an dem orientieren, was die höheren Bildungsanstalten von ihren Studenten verlangen.
Besetzer wollen bis Weihnachten abwarten.
Abwarten und ruhigbleiben im Augarten
Mit der Einführung einer Oberstufe werde ein langgehegter Wunsch von Eltern und Schülern erfüllt. Zudem werde die Schule als Kompetenzzentrum für Vokalmusik gestärkt, so Nettig.

Während die Erweiterung der Schule also beschlossene Sache ist, gibt es bei der baulichen Erweiterung in Richtung Konzertsaal nur Stillstand. Eine letzte Bewilligung sei noch ausständig. Wenn man diese bekommen habe, werde man die Öffentlichkeit über Details informieren. Nettig betonte, "Punkt für Punkt nach dem Gesetz zu handeln".

Diese haben sich nach der Räumung im Oktober zurückgezogen. "Abwarten und ruhigbleiben" sei nun das Motto, sagte Eva Hottenroth vom Verein "Freunde des Augartens". Allerdings fügte sie hinzu, wenn bis Weihnachten nichts passiere, "dann müssen wir uns etwas Radikaleres überlegen".
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