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SOZIALES |
25.11.2009 |
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Immer mehr Kinder vernachlässigt
Immer öfter muss das Jugendamt Fällen nachgehen, in denen Kinder vernachlässigt werden. Die MAG ELF startet nun eine neue Kampagne, um auf die häufigsten Formen von Gewalt gegen Kinder aufmerksam zu machen.
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Dem Kind wird signalisiert, dass es nicht wichtig und liebenswert ist. |
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Vernachlässigung ist Misshandlung
Rund 6.400 Meldungen wegen Vernachlässigung musste das Jugendamt im Vorjahr abklären. Das waren mehr Fälle als Kindesmisshandlungen in Form von körperlicher Gewalt. Doch auch Vernachlässigung ist eine Form von Kindesmisshandlung, sagen Experten.
Ein Kind wird vernachlässigt, wenn körperliche oder seelische Grundbedürfnisse wie regelmäßiges Essen, ärztliche Versorgung oder das gemeinsame Spielen nicht erfüllt werden. Dem Kind wird so signalisiert, es sei nicht wichtig und liebenswert.
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Kampagne zum besseren Erkennen
Je jünger ein vernachlässigtes Kind ist, umso gravierender sind die Folgen in Form von mangelndem Selbstwertgefühl, Ängsten oder einer verzögerten Sprachentwicklung. Oft wirkt die Vernachlässigung bis ins Erwachsenenalter.
Auch darauf will die neue Kinderschutzkampagne der MAG ELF hinweisen, die bis Ende des Jahres läuft. Sie soll vor allem erreichen, dass Vernachlässigung von Kindern öfter als bisher erkannt wird.
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Von außen oft schwer erkennbar
Gewalt gegen Kinder ist für Außenstehende oft nur schwer erkennbar und hat auf die Betroffenen schwere traumatische Auswirkungen. Erst wenn die Expertinnen oder Experten der MAG ELF von einem Verdachtsfall erfahren, können sich die Experten um das Wohl des Kindes kümmern.
Im Jahr 2006 gab es insgesamt 11.529 Abklärungsverfahren. Damit kam es zu einer neuerlichen Steigerung von fast 13 Prozent. 55 Prozent aller Gefährdungsmeldungen beziehen sich auf den Verdacht der Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen, gefolgt vom Verdacht auf psychische Gewalt gegen Kinder mit 28 Prozent.
Bei 14 Prozent geht es um die Abklärung von körperlicher Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und bei drei Prozent um Verdacht auf sexuellen Missbrauch.
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Rat auf Draht"-Hotline unter 147
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