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MO | 13.02.2012
Erich Fried (Bild: APA)
KULTUR
"Laut lauter lyrik" im Literaturhaus
Lesungen, Diskussionen und Performances, die über den herkömmlichen Begriff von Lyrik hinausgehen, will das Literaturhaus Wien bei den 11. Erich-Fried-Tagen von Donnerstag bis Sonntag vermitteln.
Namhafte Autoren bei den Erich-Fried-Tagen.
Spoken-Word-Poeten und Diskussionen
Nach der offiziellen Eröffnung durch Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) steht der amerikanische Spoken-Word-Poet Saul Williams auf der Bühne.

"Die Freiheit den Mund aufzumachen" steht am Freitag ab 15.00 Uhr im Zentrum einer Podiumsdiskussion, bei der unter anderem die Autoren Robert Schindel, Barbara Hundegger und der albanische Autor Visar Zhiti der Frage nachgehen, "ob Lyrik nach wie vor eine gesellschaftspolitische oder kritische Instanz zukommt".

Michaela Falkner, Ann Cotten und Michael Lentz nehmen im Anschluss an der von Josef Haslinger moderierten Diskussion "Es ist was es ist. Spielarten der Poesie" teil und sprechen über Perspektiven und innovative Formen der poetischen Präsentation.
Stimmenkonzert und performte Lyrik
Ein "Stimmenkonzert" verspricht ab 19.00 Uhr die Poetinnennacht, zu der unter anderen Friederike Mayröcker, Elfriede Czurda und Angelika Reitzer laden.

Die "jüngeren performativen Formen der Lyrik" stehen danach in der "Rotten Kinck-Show" im Mittelpunkt. Hier zeigen Ann Cotten, Monika Rinck und Sabine Scho ihre Performance mit dem Untertitel "Gewalt gegen Dinge".
G'stanzln und Kurzfilme im Programm.
Erich-Fried-Preis an Esther Dischereit
Der Kurzfilm als Kunstform ist Thema von "Best of ZEBRA" am Samstag, wo unter dem Motto "Poesie auf der Leinwand: Kurzfilme adaptieren Gedichte" Arbeiten vorgestellt werden, die im Rahmen des von der Literaturwerkstatt Berlin organisierten "Filmfestivals der Dichtung" entwickelt wurden.

Den Prolog zum Podiumsgespräch "Meine Muse hat Kanten. Lyrik sucht Leser" hält um 18.00 Uhr Oswald Egger, im Anschluss widmen sich Christoph Buchwald, Erwin Einzinger und Christiane Lange der "Kunst der Vermittlung von Lyrik". Beschlossen wird der Abend von "Attwenger goes Goas" - dem G'stanzl-Programm von Markus Binder und Hans-Peter Falkner.

Höhe- und zugleich Schlusspunkt ist am Sonntag die Verleihung des mit 15.000 Euro dotierten Erich Fried-Preises 2009 an Esther Dischereit, Juror Josef Winkler hält die Laudatio.
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