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KULTUR |
16.12.2009 |
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Köberl wird Chef im Naturhistorischen Museum
Der 50-jährige Kosmochemiker Christian Köberl wird am 1. Juni Generaldirektor des Naturhistorischen Museums (NHM) in Wien. Er folgt auf Bernd Lötsch, der das Museum 15 Jahre lang geleitet hatte.
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Image des NHM soll aufgefrischt werden. |
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Neue Besucherschichten ansprechen
Bei der Suche nach einer neuen Museumsleitung waren 37 Bewerbungen, darunter elf von Kandidatinnen, eingegangen. Sie wurden von einer Findungskommission unter der Leitung von Gundi Wentner (Deloitte Österreich) geprüft. Zusätzlich wurden weitere Personen angesprochen.
Als besonders wichtige Aufgaben für die künftige Generaldirektion wurden in der Ausschreibung moderne Vermittlungskonzepte, eine innovative Präsentation der Sammlung und die Ansprache neuer Besucherschichten genannt. Denn trotz aller Erfolge und Neuerungen von Lötsch, konnte das NHM das Image der Verstaubtheit auch in den vergangenen Jahren nie ganz ablegen.
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20 Millionen Objekte
 20 Millionen Objekte finden sich in den Schauräumen, Sammlungen und Tiefspeichern des NHM, darunter etwa die berühmte, 25.000 Jahre alte "Venus von Willendorf" oder die vor über 200 Jahren ausgestorbene "Stellersche Seekuh". Seit über 260 Jahren tragen Biologen, Geologen, Archäologen, Paläontologen, Anthropologen und Abenteurer die Objekte zusammen.
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Meteoritensammlung für Köberl "Weltspitze"
"Meine Kernanliegen beschäftigen sich mit einer Verstärkung der Sichtbarkeit der Forschung, international wie national, und mit der Verbesserung der Forschungsinfrastruktur im Museum", sagte Köberl bei seiner Vorstellung. Deshalb wolle er auch seine Professur in reduziertem Ausmaß behalten, weil damit "die Verbindung zu Lehre und Forschung gesichert ist".
Die Sammlung des Hauses berge viele ungehobene Schätze, sagte Köberl, "Sie zählt in vielen Bereichen zu den besten der Welt." So sei etwa die Meteoritensammlung "Weltspitze. Es ist die größte Schausammlung der Welt."
Er wolle im Museum "den Bogen spannen von der Entstehung des Sonnensystems bis zur Entstehung des Lebens und der Entstehung des Menschen. Dieser Bogen ist im Naturhistorischen Museum wunderschön vorhanden. Das den Leuten nahezubringen, ist mir ein Bedürfnis", erklärte Köberl.
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Köberl tritt Amt am 1. Juni an. |
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Bisher keine Museumserfahrung
Köberl ist Leiter des Departments für Lithosphärenforschung sowie Professor für Impaktforschung und planetare Geologie an der Universität Wien und stellvertretender Leiter des Geowissenschaftlichen Zentrums der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
Sein Studium der Technischen Chemie, Astronomie und Chemie absolvierte der am 18. Februar 1959 geborene Wiener an der Technischen Universität Wien und den Universitäten Wien und Graz. Über Museums-Erfahrung verfügt der vielfach ausgezeichnete und auch immer wieder im Ausland tätige Wissenschafter nicht.
Da Köberl verschiedene bereits eingegangene Verpflichtungen wie Exkursions-Vorhaben wahrnehmen bzw. zu Ende führen möchte, steht er erst ab 1. Juni zur Verfügung. Ab Jahresbeginn übernimmt daher Vizedirektor Herbert Kritscher für fünf Monate interimistisch die Leitung. Köberls Vertrag gilt für fünf Jahre.
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wien.ORF.at; 15.8.09
Stolz auf das Erreichte und voll mit Projekten für die Zeit danach verabschiedet sich Bernd Lötsch Ende des Jahres als Generaldirektor des Naturhistorischen Museums (NHM): "15 Jahre sind genug."
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wien.ORF.at; 10.11.09
Einen "Marshallplan für Infrastrukturinvestitionen im Kunst- und Kulturbereich" hat zuletzt Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ) im parlamentarischen Kulturausschuss angekündigt.
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