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CHRONIK |
22.01.2010 |
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Bisamberg-Sendemasten werden gesprengt
Die Tage von Österreichs höchstem Bauwerk sind gezählt: Der 265 Meter hohe Nordmast des Senders Bisamberg in Floridsdorf wird Ende Februar gesprengt. Zugleich fällt mit dem Südmast auch sein kleineres Pendant.
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Österreichs höchstes Bauwerk wird gesprengt. |
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Donauturm wird höchstes Bauwerk
Auf dem Bisamberg gibt es derzeit noch zwei Mittelwellen-Sendeanlagen. Die beiden Sendemasten werden Ende Februar mit sprengtechnischen Mitteln abgetragen - das hat der Betreiber der Sendemasten, die ORF Sendetechnik-Tochter ORS am Freitag bekannt gegeben.
Vier Sprengungen werden im Februar den 80 Tonnen schweren Mast in drei Teile zerlegen und seiner Karriere als höchstem Bauwerk des Landes ein Ende setzen. Zugleich fällt auch sein kleineres, nur 120 Meter hohes Pendant.
Mit einer Höhe von 265 Metern ist der nördliche Sendemast derzeit noch das höchste Bauwerk der Stadt. Mit dem Abbau der Anlage wird dann der Donauturm - ebenfalls ein Sender - mit einer Höhe von 252 Metern die Rangliste der höchsten Wiener Bauwerke anführen.
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Künftige Nutzung des Areals unklar
Ende Februar gibt es einen Informationsabend für alle Anrainer im Sendesaal der Sendeanlage Bisamberg in Floridsorf. Wie das Areal und das denkmalgeschützte Sendgebäude am Bisamberg künftig genutzt werden, ist noch offen.
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Informationsquelle im Kalten Krieg
Der Sender Bisamberg wurde 1933 errichtet. In den letzten Kriegstagen wurde die Sendeanlage von abziehenden SS-Truppen zerstört. 1950 haben russische Besatzungstruppen einen provisorischen Sendebetrieb eingeführt.
In den Jahren des Kalten Krieges dienten die Mittelwellensender des ORF auch als Informationsquelle für die Menschen im östlichen Mitteleuropa.
Mit dem Fall des "Eisernen Vorhanges" schien diese Funktion nicht mehr notwendig. Deshalb stellte der ORF 1995 seine Mittelwellensendungen ein.
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Bis Ende 2008 in Betrieb
1997 wurde der Sendebetrieb wieder aufgenommen. Der historische Mittelwellensender des ORF ging auf der Frequenz von 1476 kHz täglich wieder in Betrieb.
In den Abendstunden sollten für Europa wieder Qualitätsinformationsprogramme von Radio Österreich 1 und mehrsprachig von Radio Österreich International gesendet werden. Ende 2008 wurde der Betrieb schließlich eingestellt.
Bedeutung hatte der Sender auch 1999 während des Jugoslawien-Krieges. Für etwa drei Monate wurde das Programm der ORF-Sendung "Nachbar in Not" in Richtung Balkan ausgestrahlt.
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