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GESUNDHEIT |
25.01.2010 |
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Korruption in Spitälern weiter möglich
Fragwürdige Zahlungen von Pharmafirmen an Ärzte sind kein Klischee aus der Vergangenheit. Ein Kontrollamtsbericht über die zwölf Spitäler der Stadt Wien zeigt, dass noch nicht genug zur Verhinderung von Korruption getan wird.
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Experten sprechen von Milliardengeschäft
Beraterhonorare für führende Ärzte und finanzierte Weihnachtsfeiern: Die Liste der im Bericht beanstandeten Zahlungen ist lang, ohne Hintergedanken werden diese Leistungen nicht erbracht. Laut Korruptionsexperten stecken Geschäftsinteressen dahinter, und es geht insgesamt um ein Milliardengeschäft.
Österreichische Spitalsträger haben daher in den vergangenen Jahren versucht, Zahlungen an Ärzte nachvollziehbar zu machen. Laut dem neuen Kontrollamtsbericht ist das in den Wiener Spitälern nur zum Teil gelungen.
Beispiele dafür gibt es mehrere: Zahlreiche Ärzte hätten der Spitalsleitung zwar bekanntgegeben, dass sie "nebenbeschäftigt bei diversen Pharmafirmen" seien. Bei welchen Firmen, wurde von den Dienstgebern zum Teil nicht nachgefragt.
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Einige Jahre kontrolliert
Der Anti-Korruptionsverein Transparency International ist seit zwei Jahren in diesem Bereich tätig. Für den Kontrallamtsbericht wurden die Jahre 2002 bis 2007, zum Teil aber auch noch die Situation im Vorjahr 2009 genauer unter die Lupe genommen.
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Keine konkreten Fälle aufgedeckt. |
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Firmenbeteiligungen von Ärzten unbekannt
Ein weiterer Dorn im Auge ist den Kontrallamtsprüfern die Tatsache, dass Ärzte zum Teil Preisverhandlungen mit Firmen führen. Theoretisch könnten sie dadurch bestimmte Firmen bevorzugen.
Aufgefallen ist den Prüfern auch, dass Mitarbeiter der Stadt Wien nicht bekanntgeben müssen, wenn sie an Firmen beteiligt sind. Auch das wäre eine Möglichkeit, finanziell zu profitieren, etwa wenn das Spital zufällig bei dieser Firma Medikamente oder Geräte kauft.
Konkrete Korruptionsfälle wurden vom Kontrollamt allerdings nicht aufgedeckt.
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wien.ORF.at
Der KAV kündigte unterdessen an, Firmenbeteiligungen von Ärzten und Einladungen zu Kongressen in Zukunft genauer zu prüfen.
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Problem mit Gratismedikamenten
Der Kontrollamtsbericht kritisiert weiters den Umgang mit Gratismedikamenten. Diese Ärztemuster sollten die Spitalsapotheken bekommen. Es gebe aber Hinweise, dass sie auch direkt in medizinischen Abteilungen landen.
Die Folge der Verschreibungen von Gratismedikamenten laut dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger: In Spitälern werden teure Medikamente verschrieben, weil das Spital sie gratis bekommt.
Wenn ein Patient aber wieder zu Hause ist, müssen die Sozialversicherungen meist diese teuren Präparate statt billigerer Generika weiterzahlen - und daran verdienen die Pharmafirmen.
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oe1.ORF.at
Der ehemalige Rechnungshof-Präsident und Beiratsvorsitzender von Transparency International, Franz Fiedler, spricht von einem Einfallstor für Korruption. Was die Bewusstseinsbildung betrifft, sei noch zu wenig geschehen. Vielen Ärzten seien nicht bewusst, wo Korruption beginnt.
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Opposition will Konsequenzen, SPÖ beruhigt
Die grüne Abgeordnete Sigrid Pilz, deren Partei den Kontrollamtsbericht in Auftrag gegeben hat, sieht massiven Handlungsbedarf. ÖVP-Gesundheitssprecherin Ingrid Korosec sagte, die bisherigen Bemühungen der Wiener Spitäler seien wenig ambitioniert.
Die Wiener SPÖ und Krankenanstaltenverbund-Chef Wilhelm Marhold betonten, dass das Kontrollamt viele Initiativen in den Spitälern positiv erwähnt habe. So gebe es interne Richtlinien über Spenden und Sponsoring und bewusstseinsbildene Informationsveranstaltungen für das Spitalspersonal zur Korruptionsvorbeugung.
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oe1.ORF.at
Die Idee hinter ELGA klingt einfach: Die Schaffung einer Plattform, über die man via Internet auf dezentral gelagerte Daten zugreifen kann, um Laborbefunde, Röntgenbilder und Diagnosen abrufen zu können, aber die Tücken liegen wie so oft im Detail.
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futurezone.ORF.at
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