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CHRONIK |
30.01.2010 |
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Demobilanz: Fünf Verletzte, 14 Festnahmen
Fünf Menschen sind laut Polizei bei der Demonstration gegen den Korporationsball Freitagabend in Wien leicht verletzt worden. Es gab 14 Festnahmen, rund 300 Anzeigen und Sachschäden in noch unbekannter Höhe.
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Tumultartige Szenen auf der Mariahilfer Straße. |
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500 Protestierende unterwegs
Gegen 18.00 Uhr hatten sich rund 500 Demonstranten am Christian-Broda-Platz beim Westbahnhof versammelt: Mit Trommeln und Sprechchören protestierten sie lautstark gegen den Ball rechtsgerichteter Studenten, der wie jedes Jahr in der Hofburg stattfindet. Die Behörden hatten die Kundgebung aus Sicherheitsgründen nicht genehmigt.
Als die Demonstranten gegen 19.00 Uhr dennoch zum Ring marschieren wollten, kam es an den Absperrungen zu Zusammenstößen mit der Polizei. Einige vermummte Demonstranten versuchten, die Sperrgitter niederzureißen, was die Beamten aber verhinderten. Ein Wasserwerfer fuhr auf, kam aber nicht zum Einsatz.
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 Rund 300 Personen wurden angezeigt. |
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Feuerwerkskörper in Richtung Polizei
Die Demonstranten warfen Flaschen und zahlreiche Feuerwerkskörper in die Reihen der Polizei und skandierten Parolen. Es gab zahlreiche Rangeleien und Raufereien mit einzelnen Demonstranten.
Fünf Personen wurden verletzt, vier Polizisten und eine Demonstrantin. 14 Personen wurden wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt und Körperverletzung festgenommen. Nach dem Versammlungsgesetz wurden rund 300 Personen angezeigt.
Der neuerliche Versuch einiger Demonstranten, sich im Bereich der Inneren Stadt zu versammeln, wurde von der Polizei verhindert. Zwei weitere angemeldete Kundgebungen - auf dem Albertinaplatz und im Sigmund-Freud-Park - verliefen friedlich.
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Video von den Zusammenstößen
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ÖH spricht von "massiver Polizeigewalt"
Heftige Kritik am Polizeieinsatz kam von den Hochschülerschaften der Universitäten Wien und Graz sowie vom Verband Sozialistischer StudentInnen, der Sozialistischen Jugend und der Grünalternativen Jugend.
In einer Aussendung der ÖH Wien war von "massiver Polizeigewalt" die Rede, Demonstranten seien "krankenhausreif geschlagen, angezeigt und bedroht" worden.
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"Sprayerei" bei Tanzschule
Aufregung gab es bereits im Vorfeld des Balles über die Tanzschule von Thomas Schäfer-Elmayer, da sich diese um die Choreographie der Balleröffnung kümmert: "Für Elmayer scheinen rechtsextreme Veranstalter und Gäste kein Grund zu sein, die Ausrichtung einer Balleröffnung und Tanzeinlagen abzulehnen", hieß es von den Gegnern des Balls.
Der Ballausschuss des Wiener Korporationsrings verurteilte das, zumal es bei Elmayers Tanzschule auch "Vandalenakte" gegeben habe. Der Tanzschulleiter bestätigte zuletzt eine "Sprayerei". Den Ball werde er selbst nicht besuchen.
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