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MI | 11.04.2012
Flakturm Arenbergpark (Bild: ORF)
CHRONIK
Architekten fürchten um Zukunft von Flakturm
Pläne für einen Datenspeicher in einem Flakturm im Arenbergpark bereiten Architekturhistorikern Sorgen. Sie fürchten um den letzten weitgehend im Original erhaltenen Flakturm in Wien.
Die Forscher wollen den Leitturm zu einer Gedenkstätte an den Terror des NS-Regimes gestalten.
Umbauarbeiten im Turm wären notwendig
Sechs Flaktürme stehen in Wien. Für den Forschungsverein IFAG (Interdisziplinäres Forschungszentrum Architektur und Geschichte) ist der Leitturm im Arenbergpark der letzte, der weitgehend im Originalzustand erhalten ist.

Bei einer Nutzung als Datenspeicher wären bauliche Umbauarbeiten erforderlich. Damit würde das Innere des Bauwerks massiv beeinträchtigt, so Ute Bauer vom IFAG. Sie fordert im Flakturm eine Gedenkstätte an das NS-Regime.

Diese Forderung wird auch von der Akademie der Wissenschaften unterstützt. "Der Flakturm hat auch Relevanz für andere europäische Länder, aus denen Zwangsarbeiter zum Bau der Türme gekommen sind", verweist Heidemarie Uhl von der Akademie auf die historische Bedeutung.
Zahlreiche Spuren im Flakturm erhalten
Das IFAG arbeitet derzeit an einem Projekt über den Leitturm im Arenbergpark. Mit der Untersuchung soll das öffentliche Bewusstsein über die Bedeutung der Türme gesteigert werden.

Im Arenbergpark sind zahlreiche Spuren erhalten geblieben, die von den IFAG-Mitarbeitern analysiert werden. Ute Bauer ist auch für einen öffentlichen Zugang in einen unveränderten Turm, um zu einer Entmystifizierung beizutragen. Riesige Hallen, wie das Äußere vermuten lasse, seien nämlich nicht zu finden.
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