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MI | 11.04.2012
die neue Klappbrücke
ARCHITEKTUR
Wien bekommt eine Klappbrücke
In Wien soll eine neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer vor der Urania über den Wienfluss errichtet werden. Das Siegermodell des Wettbewerbs ist eine klappbare Brücke.
Den Architekturwettbewerb gewann ein Team aus London.
In drei Minuten hochgeklappt
49 Projektteams nahmen an dem Wettbewerb teil, ein Team aus London überzeugte schließlich die Jury mit ihrem simplen Konstruktionskonzept. In Zukunft wird eine Klappbrücke vom Kai unterhalb der Urania zum Herrmannpark führen.

Da die Donaukanalschiffe in der Mündung des Wienflusses wenden müssen und dies bei Hochwasser zur einer Demolierung einer dort befindlichen Brücke führen würde, war die Beweglichkeit eine Vorgabe beim Wettbewerb.
Demnach hebt sich bei Bedarf das gesamte Tragwerk innerhalb von drei bis vier Minuten zur Seite des Herrmannparks.

Dies könnte im Extremfall 15 Mal täglich der Fall sein. "Wenn wir schönes Wetter haben, kann man aber davon ausgehen, dass wir sie gar nicht öffnen müssen", unterstrich Planungsstadtrat Rudolf Schicker (SPÖ).
Brückenmodell bei Nacht
Harmonische Eingliederung
Das Team aus London erfüllte auch die Auflagen des Denkmalschutzes am besten. Gefordert war eine harmonische Eingliederung der Brücke in die alte und neue Architektur der Umgebung.

Fußgänger und Radfahrer müssen nun auch keinen Umweg mehr über die Radetzkybrücke machen.

Die Brücke wird rund drei Millionen Euro kosten. Baubeginn ist für 2011/12 vorgesehen.
Freude bei den Grünen
Eine Verbesserung für die Nutzbarkeit des Donaukanals sehen auch die Wiener Grünen in dem Projekt. "Wir freuen uns, dass ein Grüner Vorschlag für den Donaukanal so rasch umgesetzt wurde", meinte deren Planungssprecherin Sabine Gretner.
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