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KOMMUNALES |
18.02.2010 |
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Augarten-Konzertsaal: Bau kann beginnen
Im Konflikt um den geplanten Konzertsaal für die Sängerknaben im Augartenspitz sind wichtige Schritte gesetzt worden. Alle Genehmigungen sind nun da, der Bau kann beginnen. Die Gegner wollen trotzdem noch gegen das Projekt kämpfen.
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Ein Termin für den Baubeginn wurde noch nicht genannt. |
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Baubeginn ist jederzeit möglich
"Es sind alle Auflagen positiv erledigt und sämtliche Bescheide eingelangt", sagte Sängerknaben-Präsident Walter Nettig am Donnerstag. Mit dem Bau des Konzertsaals könnte sofort begonnen werden. Es könnten zwar noch Einsprüche dagegen erhoben werden, diese hätten aber keine aufschiebende Wirkung mehr.
Er sei durchaus noch für Gespräche zu haben, am Projekt werde sich jedoch nichts mehr ändern, so Nettig. Ein Termin für den Baubeginn steht laut Nettig noch nicht fest. Die Arbeiten bis zur Eröffnung des Konzertsaals sollen aber nicht länger als eineinhalb Jahre dauern.
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Sängerknaben könnten Kostenersatz gerichtlich einfordern. |
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Treffen mit Gegnern kurzfristig abgesagt
Ein für Freitag geplantes Treffen mit den Gegnern des Konzertsaals ist laut Nettig kurzfristig geplatzt. Es habe einige "fragwürdige Aktionen" gegeben, so Nettig. Zudem sei bei den Aktivisten keine einheitliche Linie erkennbar.
Die Sängerknaben würden jetzt sogar überlegen, durch die Aktionen der Gegner entstandene Kosten auf gerichtlichem Wege einzufordern. Immerhin hätten die Verzögerungen sowie die Sicherung des Grundstücks durch private Sicherheitsdienste "relativ viel Geld" gekostet, so Nettig.
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 Zeitweise war das geplante Baugelände besetzt. |
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Gegner wollen weiter gegen Projekt kämpfen
Gegen den geplanten Konzertsaal laufen unterschiedliche Bürgerinitiativen und Anrainergruppen Sturm. Sie wollen verhindern, dass das rund 1.000 Quadratmeter große Areal im Augartenspitz verbaut wird, und es frei zugänglich machen. Neben Protestveranstaltungen kam es auch zu Besetzungen.
Eva Hottenroth von der Initiative "Freunde des Augartens" sprach in Bezug auf Nettigs Ankündigung von Stehsätzen. Man sei weiterhin an einem direkten Gespräch interessiert, um Probleme zu erörtern. Ihren Kampf wollen die Gegner fortsetzen: "Solange noch keine Baugrube ausgehoben, keine Fahrzeuge aufgefahren und keine Bäume gerodet sind, gibt es immer noch eine Chance", so Hottenroth.
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"Dr.-Eugen-Jesser-Saal" mit 380 Plätzen
Das Musikzentrum der Sängerknaben hätte bis Ende 2009 fertiggestellt sein sollen. Allerdings hatten nicht nur das benachbarte Filmarchiv, das den Standort für eigene Zwecke nutzen wollte, und das Denkmalamt Einspruch erhoben. Der vorgesehene Abriss des Pförtnerhauses und eines Teils der Augartenmauer war nicht genehmigt worden.
Der Konzertsaal wurde verkleinert. Die Planungen sehen nun 380 statt mehr als 400 Sitzplätze für den nach dem Vorgänger Nettigs als Sängerknaben-Präsident benannten "Dr.-Eugen-Jesser-Saal" vor.
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wien.ORF.at; 11.9.09
Walter Nettigs Vorgänger als Sängerknaben-Präsident hatte gemeinsam mit der Pühringer Privatstiftung die Weichen für die geplante Konzert- und Probenhalle am Augartenspitz gestellt.
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wien.ORF.at; 22.1.10
Die Gegner des Projekts hatten sich prominente Unterstützung gesichert, unter anderem auch durch die Hollywood-Schauspielerin Tilda Swinton.
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