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MO | 13.02.2012
Stadthallenbad von Roland Rainer (Bild: Milli Kaufmann)
CHRONIK
Stadthallenbad-Sanierung: Wogen geglättet
Ab 1. Mai schließt das Stadthallenbad in Wien bis Herbst 2011 für die dringend notwendige Generalsanierung. Doch bevor es so weit war, gingen um das von Roland Rainer erbaute Bad die Wogen hoch.
Der Rainer-Bau wird bis Herbst 2011 generalsaniert.
Neuer Haupteingang Hütteldorfer Straße
Ein neuer Haupteingang an der Hütteldorfer Straße, der Rückbau des bisherigen Zugangs am Vogelweidplatz zum Exklusiveingang für Sportler, Medienvertreter und Trainer, die Generalsanierung von Sanitäranlagen, Garderoben, Haus- und Wassertechnik sowie barrierefreie Zugänge über alle Etagen:

Viel soll von Mai bis Herbst 2011 geschehen. 17 Millionen Euro werden investiert, nicht zuletzt auch dafür, Eingriffe etwa an der Fassade und bei den Sprungtürmen zurückzubauen. Nun versichern alle, mit dem Erbe Roland Rainers sorgsam umzugehen.
Neuer Eingang für Stadthallenbad (Bild: driendl*architects)
Architekten und Grüne schlugen Alarm
Die geplante Sanierung hatte im Vorfeld hohe Wellen geschlagen. Namhafte Architekten und die Grünen schlugen Alarm. Die einen sahen eine akute Gefahr für den Bau, die anderen kritisierten das Vergabeverfahren.

Peter Hanke, Geschäftsführer der Wien-Holding, verwies nun auf ein EU-weites, zweistufiges Verhandlungsverfahren, an dem rund 30 Interessierte teilgenommen hätten. Von den drei Finalisten habe nun Driendl Architects das Rennen gemacht.
Stadthallenbad (Bild: Roland Rainer) Johanna Rainer beobachtet mit Argusaugen
"Ganz grundsätzlich wird es jetzt darauf ankommen, wie man das alles umsetzt. Das ist ein Konzept, da bedarf es noch sehr viel Planung, sehr viel Abstimmung, sehr viel Arbeit, um es dann tatsächlich in eine Ausführung zu bekommen", so Johanna Rainer, Tochter Roland Rainers, die die Arbeiten mit Argusaugen beobachten will.

Die Österreichische Gesellschaft für Architektur freute sich über die "positiven Schritte" und sprach von "Zeichen des Umdenkens". Sie fordert aber weiter die Erstellung einer unabhängigen wissenschaftlichen Voruntersuchung zur bautechnischen und funktionalen Problemlage.

Vorsichtig versöhnt zeigten sich die Grünen. Die Proteste gegen eine lediglich auf die technische Umsetzung bezogene Ausschreibung hätten offenbar gefruchtet. Man habe nun neben dem sportlichen auch den baukulturellen Wert erkannt, so Planungssprecherin Sabine Gretner.
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