Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Protestierende Studenten (Bild: APA/Georg Hochmuth)
BILDUNG
Bologna-Gipfel: Protest soll weitergehen
Auch wenn die offizielle Bologna-Jubiläumskonferenz in der Hofburg zu Ende geht, soll das Thema in Wien noch nicht vom Tisch sein. Die Studenten wollen auf ihrer Gegenveranstaltung noch "ehrlicher über Bologna diskutieren".
Protesttag in Deutschland geplant.
Hoffen auf internationale Kampagne
Es sollen Alternativen aufgezeigt werden. "Das hat absolut noch Drive", sagte einer der Sprecher der Protestbewegung am Freitag. Am 9. Juni steht in Deutschland ein Protesttag auf dem Programm.

An dem Protest in Wien hatten sich auch Studenten aus dem Ausland beteiligt. Man werde sehen, wie sich der Protest international entwickeln werde. "Wir sind aber sicher, dass es auch international weitergehen wird", so der Sprecher.
Hochschuldialog soll weitergehen
In Österreich soll der Hochschuldialog fortgesetzt werden, obwohl die Studenten nach den bisherigen Erlebnissen eher enttäuscht sind. "Wir machen auch Vorschläge, die Hochschülerschaft macht Vorschläge. Und dann diskutieren wir über Finanzierung und Zugangsbeschränkungen, und während wir reden, wird das Budget gekürzt und werden Beschränkungen hinterrücks eingeführt", sagte der Sprecher weiter.

Es gebe noch einiges an politischer Arbeit zu verrichten. Denn vor allem beim Thema Budget gebe es den Eindruck, dass die Politik noch nicht begriffen habe.
Workshops und Diskussionen über ungeliebte Studienform.
Gegengipfel der Studenten im Uni Campus
Die Studenten sehen ihre Zukunft unter den bestehenden Rahmenbedingungen alles andere als rosig und treffen deshalb bis Sonntag zu einem Gegengipfel im Uni Campus im Alten AKH zusammen.

Es gibt Workshops und Diskussionen, bei denen Alternativen zur Bolognareform gefunden werden sollen. Internationale Experten werden erwartet und auch etwa 2.000 Aktivisten aus dem Ausland, die die Wiener Protestbewegung unterstützen.
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