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LUFTFAHRT |
19.03.2010 |
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AUA mit Streckenstreichungen durch
Weitere sieben Strecken hat die Austrian Airlines (AUA) im April mit dem neuen Sommerflugplan eingestellt. Ab jetzt wird auf vielen Strecken wieder öfter geflogen, vor allem billiger.
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Die AUA startet neu durch - mit günstigeren Flügen. |
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Massiv Marktanteile eingebüßt
"In der Netzwerkabstimmung sind wir jetzt mit der Einstellung von Flügen durch", sagte AUA-Vorstand Andreas Bierwirth. Die Zeit, neue Ziele im Flugplan aufzunehmen, ist noch nicht da.
Die Wachstumsentwicklung des Flugverkehrs nach Wien ist an der AUA in den letzen zwei Jahren total vorbei gegangen. Erfolg hatten Low Cost-Anbieter. Die AUA büßte massiv Marktanteile ein.
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Es gibt künftig kein unteres Preislimit mehr. |
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Größere Flieger werden eingesetzt
Nach dem Überlebenskampf vor dem Verkauf an die Lufthansa im September 2009 ist das Austrian-Management jetzt dran, parallel zum harten Sparkurs verloren gegangenes Geschäft zurückzuholen. "Man hat uns Kunden abgejagt, die wollen wir wieder zurück", sagte Bierwirth. Vor allem, aber nicht nur von den Billigfliegern.
Mit dem Sommerflugplan stellt sich die AUA im Markt neu auf. Ziel: Eine Million Linien-Passagiere mehr pro Jahr. Es werden größere Flugzeuge auf verkehrsstarken Strecken eingesetzt, auf insgesamt 50 Routen. Das untere Preislimit wurde aufgegeben.
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Bordverpflegung wird erweitert
Hamburg, Berlin, Mailand gibt es schon ab 59 Euro (Hin- und Rückflug, mit Taxen, ohne Extragebühren für Gepäck). Ab 69 Euro zu buchen sind Städte wie Düsseldorf, Barcelona, Köln, Nizza, Paris, Rom, Sofia, Stockholm oder Stuttgart. Auf mehreren Strecken wird die Bordverpflegung, für deren Reduktion die AUA Prügel bezog, wieder erweitert.
Stark zurückgefahren wird die Chartersparte. Von dort kommen auch die großen Maschinen für Linienverbindungen. Canadair-Jets werden in den nächsten Wochen ganz aus dem Verkehr gezogen. London oder Berlin werden nicht mehr mit Fokker angeflogen, sondern mit Airbus oder B-738.
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2.000 Mitarbeiter werden abgebaut
Bei der AUA läuft ein drastisches Sparprogramm, mehr als 2.000 Mitarbeiter werden abgebaut. Wachsen darf die AUA laut EU-Vorgabe erst wieder, wenn sie profitabel ist. Das will sie operativ 2011 sein und 2012 auch unter dem Strich.
"Wir müssen bis dahin sozusagen mit angelegten Handschellen schwimmen", sagte Malanik. Die Durchschnittspreise sind 2009 zweistellig zurückgegangen. Heuer dürften sie wenigstens stabil bleiben, schätzt man in der AUA.
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In der Vergangenheit wurden große Fehler gemacht. |
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Nicht mehr auf Geschäftsreisende verlassen
Die AUA-Chefs sparten bei der Vorstellung des neuen Marktauftritts nicht mit Selbstkritik und Kritik an der Airlinepolitik ihrer Vorgänger: "In den letzten zwei, drei Jahren wurden große strategische Fehler gemacht." Man habe auf voll zahlende Geschäftsreisende gezählt. Eine Spezies, die in der Krise kleiner wurde. Im Geschäftsverkehr nach Europa, vor allem nach Osteuropa.
Mit mehr Passagieren pro Flugzeug und "Kostenoptimierung" will die AUA den Trend gegen sich stoppen. Man habe operativ noch ein Kostenproblem, aber auch Verantwortung "für die 6.000 Mitarbeiter, die im Unternehmen bleiben."
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30 zusätzliche Verbindungen im Winter
Im Sommerflugplan 2010 fliegt die AUA mit ihren Partnern pro Woche 2.080 Flüge (Vorjahr: 2.055). Davon werden 1.513 (1.499) Flüge selber betrieben.
Für den Winterflugplan sind 30 zusätzliche Verbindungen nach Ost und West eingeplant.
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ORF.at
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wien.ORF.at; 2.3.10
Die Deutsche Lufthansa will bald alle Töchter profitabel sehen. "Und davon ist die AUA noch weit entfernt", sagte Lufthansa-Vorstand und AUA-Aufsichtsrat Stefan Lauer.
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