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DI | 14.02.2012
Vor der Zentrale der Kommunalkredit
JUSTIZ
Hausdurchsuchungen bei Kommunalkredit
Bei der Ende 2008 als erste österreichische Bank notverstaatlichten Kommunalkredit ist es am Freitag zu Hausdurchsuchungen seitens der Staatsanwaltschaft Wien gekommen. Das berichtete die Zeit im Bild.
Streit über die Herausgabe von Unterlagen.
Ex-Vorstandschef klagte Bank
Laut einem Sprecher der Kommunalkredit wird dem Vorstand der Bank vorgeworfen, nicht kooperativ zu sein, was die Herausgabe von Unterlagen betrifft.

Der Kommunalkredit-Vorstand unter Alois Steinbichler erklärte, dass es sich beim Verfahren gegen den Altvorstand Reinhard Platzer um ein altes Verfahren handelt.

Der geschasste frühere Vorstandschef der Kommunalkredit, Reinhard Platzer, hatte das Institut geklagt.
Gegen die ehemaligen Vorstände wird ermittelt.
Ermittlungen wegen Bilanzfälschung
Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hatte gegen die ehemaligen Vorstände Strafanzeige wegen Verdachts auf Bilanzfälschung und Untreue erstattet.

Basis waren Vor-Ort-Prüfungen und unter anderem ein Gutachten von Deloitte, wonach es 2007 und 2008 über Sondergesellschaften in großem Stil Auslagerungen gefährdeter Papiere gegeben haben soll. Einer der Vorwürfe: Mit den Transaktionen sollten Verluste vertuscht werden. Platzer hat die Vorwürfe immer bestritten.
Die Ermittler wollen volle Einsicht.
Passagen geschwärzt
Um die Strafwürdigkeit Platzers nun zu beurteilen, habe die Staatsanwaltschaft Unterlagen von der Kommunalkredit angefordert. Diese habe der jetzige Vorstand auch bereitgestellt, jedoch - zum Schutz von Kundendaten - mit geschwärzten Passagen.

Die Bank verwies auf die Vertraulichkeit von sichergestellten Beweismitteln. Es wird erwartet, dass - wie bei anderen Hausdurchsuchungen - zum Schutz von Kunden vertrauliche Unterlagen versiegelt aufbewahrt werden. Entsprechende Anträge sind üblich, wenn es Razzien bei Banken gegeben hat.
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