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DI | 14.02.2012
Mann in Handschellen
CHRONIK
Georgische Mafia offenbar am Boden
Die georgische Mafia-Organisation liegt nach der "Operation Java" offenbar am Boden. Das ist zumindest die Einschätzung von Ernst Geiger im Bundeskriminalamt. 25 Personen waren im Zuge der Aktion festgenommen worden.
Viele Einbrecher irren eher ziellos herum
"Es war der richtige Schlag zum richtigen Zeitpunkt", sagte Geiger, der im Bundeskriminalamt für Organisierte Kriminalität zuständig ist.

Seine Einschätzung gründet sich auch darauf, dass die "Soldaten", die sich noch auf freiem Fuß befinden, derzeit eher ziellos zu sein scheinen und offenbar keine Direktiven von ihren Vorgesetzten erhalten. "Soldaten" sind jene Personengruppe innerhalb der Organisation, welche Einbrüche und andere Straftaten begehen.

"Die Meldungen, die wir erhalten, besagen, dass sie ziellos umher irren und abwarten, ob sie festgenommen werden", so Geiger. Als Einbrecher dürften sie jedenfalls im Moment nicht aktiv sein.
Lokal in der Innenstadt war Anlaufpunkt
Bei zwei Festgenommenen soll es sich um sogenannte Diebe im Gesetz handeln, wie die Paten in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion genannt werden.

Geiger bestätigte einen Bericht des "Kurier", wonach ein Lokal in der Wiener Innenstadt ein zentraler Anlaufpunkt war. Der Besitzer ist ebenfalls in Haft. Er zählt nicht zum innersten Führungszirkel, dürfte aber ein integrierender Bestandteil der Gruppe gewesen sein.

Das Lokal sei ein Anlaufpunkt aller Georgier in Wien gewesen und dürfte als Kommunikationsschiene innerhalb der Organisation gedient haben.
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