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KOMMUNALES |
24.03.2010 |
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Großbaustelle im Schloss Schönbrunn
Im Schloss Schönbrunn hat das bisher größte Sanierungsprojekt in der Geschichte des Bauwerks begonnen: Die Große Galerie wird bei laufendem Betrieb generalsaniert. Die Arbeiten bringen eine Tunnellösung für die Besucher.
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Letzte Generalsanierung liegt über 130 Jahre zurück. |
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Festsaal bis 2012 generalsaniert
Rund 1,6 Mio. Besucher jährlich werden aufgrund der Sanierungsarbeiten bis Ende 2012 durch einen Tunnel geschleust, auf dessen Spanplattenverschalung ein Fassadenspiegel gedruckt ist. Dahinter versetzen 15 Restauratoren den 420 Quadratmeter großen und neun Meter hohen Rokokofestsaal wieder in die Zeit von 1762 zurück.
Seit der letzten moderaten Renovierung vor 40 Jahren hätten 40 Mio. Besucher die Prunkhalle passiert, resümierte am Mittwoch der Geschäftsführer der Schloß Schönbrunn Kultur- und BetriebsgesmbH (SKB), Franz Sattlecker, in einem Pressegespräch.
"Wenn man das betrachtet, ist das der Beweis, dass die Touristen keine Vandalen sind. Sonst sähe die Große Galerie heute anders aus", so Sattlecker. Die letzte Generalsanierung liegt allerdings bereits über 130 Jahre zurück.
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Neue Lichtkonzepte werden getestet
Die meiste Arbeit für die Restauratoren stellt die Rekonstruktion der damals überformten Polierweißfassung dar. Hierbei werden drei verschiedene Materialschichten auf die Wand aufgetragen und danach glänzend poliert - einst ein billiger Ersatz für den praktisch unerschwinglichen Carraramarmor.
Daneben werden auch neue Brandmelder eingebaut und die Sanierung der aus dem Jahr 1901 stammenden Elektroleitungen vorangetrieben, die so weit wie möglich erhalten bleiben sollen.
Überdies arbeitet man an einem neuen Lichtkonzept mit LED-Leuchten in Kerzenform. Derzeit werden zwölf verschiedene Modelle für die beiden monumentalen Kronleuchter getestet.
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Sanierungskosten betragen 2,6 Mio. Euro
Im Zuge der Arbeiten entdecken die Historiker immer wieder Neues. So tauchte auf einem Emblem eine Inschrift aus dem Jahr 1777 auf, mit der sich Hofbaumeister Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg verewigt hatte - 15 Jahre nach Entstehung des Saals. Was zu diesem Zeitpunkt am Stuck bereits zu restaurieren oder ergänzen war, ist derzeit noch unklar.
Im Sommer 2011 wandert die Verschalung, in der sich die Restauratoren auf drei Ebenen bewegen, in die jetzt noch unbedeckte Osthälfte des Saals, da der Westteil dann bereits in neuem Glanz erstrahlen soll. Ende 2012 dürften dann die auf 2,6 Mio. Euro bezifferten Arbeiten abgeschlossen sein.
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wien.ORF.at; 7.3.10
Ein Fenster in die Vergangenheit hat sich im Schloss Schönbrunn aufgetan. Bei Restaurierungsarbeiten wurde Wandmalerei aus dem frühen 19. Jahrhundert freigelegt. Diese soll künftig auch den Besuchern zugänglich gemacht werden.
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