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AUSSTELLUNG |
30.04.2010 |
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Der 1. Mai als politischer Fest- und Kampftag
Den marschierenden Arbeitern und ihren Symbolen widmet das Volkskundemuseum eine eigene Ausstellung. In Bildern, Originaldokumenten und Filmen wird die Geschichte des 1. Mai aufgearbeitet.
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 Festzug am Wiener Rathausplatz, 1. Mai 1926. |
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"Adler der den ersten Mai in Wien geplant hat"
Entstanden ist der Protesttag 1889 in Paris, anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Französischen Revolution. Eines der Hauptziele der französischen Arbeiterbewegung war damals den Achtstundentag durchzusetzen.
Die Mobilisierung als Kampf- und Festtag des Proletariats funktionierte in vielen europäischen Ländern und sorgte in Folge in vielen Staaten für neuen Aufschwung in der Arbeiterbewegung.
Eines der in der Ausstellun gezeigten Stücke beschäftigt sich mit dem 1. Mai 1890 in Wien: Es ist das Tagebuch von Victor Adler. "Es war Adler der den ersten Mai in Wien geplant hat, konnte aber selbst an der Demonstration nicht teilnehmen, da er im Gefängnis war. In einem Tagebuch hat er seine Emotionen festgehalten", erklärt Museumsdirektorin Margot Schindler.
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 Die allegorische Austria marschiert von den Alliierten gefesselt am 1. Mai 1953 durch Wien.
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 Maibäume und Hakenkreuze am 1. Mai 1938 in Wien. |
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Dokumentarfilm aus dem Jahr 1923
Ebenfalls gezeigt wird auch ein historischer Dokumentarfilm aus dem Jahr 1923 der den Maiaufmarsch in Wien zeigt. "Es ist der erste Dokumentarfilm der die geradezu unfassbare Ansammlung der Massen am und rund um den Rathausplatz zur Geltung bringt", so der Historiker Wolfgang Maderthaner, der die Schau mitgestaltet hat.
Ein herausragender Maiaufmarsch fand auch am 1. Mai 1945 statt. Es war der einzige Aufmarsch bei dem in Wien SPÖ, ÖVP und KPÖ gemeinsam marschiert waren. "Damals war die Schlacht um Wien ja nicht einmal zwei Wochen her", so Maderthaner.
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SERVICE
"Der 1. Mai - Demonstration. Tradition. Repräsentation" wird bis 12. September im Volkskundemuseum, Laudongasse 15-19, 1080 gezeigt.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr, Montag geschlossen, auch am 1. Mai ist das Museum geschlossen.
Eintritt: 5 Euro (2 Euro ermäßigt)
Tel: 406 89 05 15
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