Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Symbolfoto Medikamente (Bild: APA/Heiko Wolfraum)
GESUNDHEIT
E-Medikation ab 2011 im Test
Durch die E-Medikation sollen sowohl der Apotheker als auch der Arzt und das Krankenhaus über die E-Card sehen, welche Medikamente ein Patient schon einnimmt. Ab 2011 wird das Projekt auch in Wien getestet.
E-Medikation soll Sicherheit für Patienten erhöhen.
Test in der Donaustadt
Das Projekt E-Medikation soll unter anderem die Patientensicherheit erhöhen und Doppelmedikation verhindern.

So werden Arzt und Apotheker etwa auf unterschiedliche Medikamente, deren Wirkstoffe sich nicht vertragen, aufmerksam gemacht. Wechselwirkungen von verschiedenen Medikamenten sollen damit aufgezeigt und der Patient damit vor gesundheitlichen Schäden bewahrt werden.

Vorerst soll die E-Medikation ab Frühjahr 2011 in drei Regionen getestet werden. Neben Tirol
(Versorgungsregion West), Oberösterreich (Wels und Umgebung) wird in Wien in der Donaustadt ein Pilotversuch laufen. Bewährt sich das Projekt, soll es auf ganz Österreich ausgeweitet werden. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherung strebt einen entsprechen den Beschluss für Herbst 2011 an.
Teilnahme soll für Patienten freiwillig sein
Die Teilnahme an der E-Medikation für den Patienten soll dann freiwillig sein. Grundsätzlich sollen zwar alle Österreicher einbezogen werden, es soll aber eine Opting-Out-Möglichkeit geben. Das heißt, wer nicht will, kann für sich eine Ausnahme verlangen.

Das Gesundheitsministerium versichert, dass die E-Medikation unter strenger Einhaltung des Datenschutzes realisiert werde. Fest steht, dass die Daten zwar über die E-Card abgerufen, aber nicht dort, sondern auf einem großen Server gespeichert werden sollen.

Die genaue Lösung ist vorerst noch offen, es soll aber im Rahmen der gesetzlichen Regelungen für die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) erfolgen, die derzeit ausgearbeitet wird.
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