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MI | 11.04.2012
Flora Neuwirth: "100 Boots", Gummistiefel bei Ausstellung (Bild: Museum auf Abruf)
AUSSTELLUNG
Gummistiefel als Ausstellungsobjekt
Einen Querschnitt an Skulpturen der städtischen Kulturabteilung zeigt das Museum auf Abruf (MUSA) in seiner neuen Ausstellung, darunter 100 Gummistiefel und bronzene Torsi. Für die Ausstellung wurde eine eigene Arbeit gestaltet.
Die gezeigten Skulpturen beziehen sich auf den menschlichen Körper.
Werke von Hrdlicka, EXPORT und Wotruba
Die In-situ-Arbeit im Foyer des Museums auf Abruf wurde von Gabrielte Fulterer und Christine Scherrer entwickelt. Figuren werden dabei mit schwarzem Marker in einer überdimensionalen Körpergröße an die Wand gezeichnet.

Bei der Ausstellung sind Werke von mehr als 40 Künstlern, unter ihnen sind Alfred Hrdlicka, VALIE EXPORT, Fritz Wotruba, Kiki Kogelnik und Erwin Wurm.

Die Skulpturen beziehen sich auf den menschlichen Körper, dabei wurde großteils mit klassischen Materialien wie Holz, Metall oder Stein gearbeitet.
Schwerpunkt textile Materialien
Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der Verwendung textiler Materialien. Bei den Werke von Barbara Graf oder Katrina Daschner werden etwa Techniken oder Materialien kombiniert, die nicht zusammen gehören.

Die Künstlerinnen verbinden Performance, Fotografie, Film und Objekte. In der großen Halle des Museums auf Abruf werden großformatige Skulpturen präsentiert, die sich auf Formen des Körperlichen beziehen.
Tastführungen für blinde BesucherInnen
Mit dieser Ausstellung startet das Museum ein engagiertes Projekt für sehbehinderte Menschen. Mit Baumwollhandschuhen ausgestattet können sie Plastiken aus Holz, Marmor und Bronze an- und somit be-greifen.

Außerdem bekommen blinde BesucherInnen eine spezielle Tasche mit einem Brailletext, einem Grundriss, Tastdiagramme einiger Skulpturen und einen kleinen MP3-Player für den gesprochenen Text. So kann die Ausstellung auch allein, ohne Führung besucht werden. Nur das Angreifen der Skulpturen ist ohne Begleitung nicht möglich.
Katalog zu Aufträgen der Stadt Wien
Im Ausstellungskatalog wird besonders die Rolle der Stadt Wien als Auftraggeberin für Kunst im öffentlichen Raum thematisiert. Auch der Außenbereich des Museums ist diesem Aspekt gewidmet.

Im Rahmen der Ausstellung finden auch Diskussionsveranstaltungen statt. Mit den vertretenen Künstlern sind Führungen geplant.
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