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MI | 11.04.2012
Christoph Schönborn (Bild: APA)
Kardinal Schönborn
Kritik an Evolutionstheorie
Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn übt in der "New York Times" scharfe Kritik an der Evolutionstheorie. Die Leugnung eines "Designs" bei der Entstehung des Lebens sei "in keiner Weise wissenschaftlich".
Schönborn sorgt mit Kritik an "Neo-Darwinistischen" Evolutionstheoretikern für Aufregung.
Lehre wird nicht unterstützt
Mit scharfer Kritik an "Neo-Darwinistischen" Evolutionstheoretikern ist der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn dem Eindruck entgegen getreten, dass die katholische Kirche deren Lehre unterstützt.

Theorien, die die Existenz eines "Designs" bei der Entstehung des Lebens "wegerklären" wollten, seien "in keiner Weise wissenschaftlich, sondern ein Abdanken der menschlichen Intelligenz", schreibt Schönborn in einem Artikel für die "New York Times".
Die katholische Kirche, die in ihrer Geschichte immer den Glauben von Jesus Christus verteidigt habe, befinde sich nun in der "eigenartigen Lage, die Vernunft stramm zu verteidigen", schreibt Schönborn.
"Wir glauben, dass Gott die Welt nach seiner Weisheit erschaffen hat", ist Schönborn überzeugt.
Nach Gottes Wiesheit geschaffen
Der Kardinal zitiert in diesem Zusammenhang auch aus dem für Katholiken "verbindlichen" Welt-Kathechismus, dessen Redaktionssekretär er war: "Wir glauben, dass Gott die Welt nach seiner Weisheit erschaffen hat. Sie ist nicht das Ergebnis irgendeiner Notwendigkeit, eines blinden Schicksals oder des Zufalls."

Sein Artikel sei nicht vom Vatikan approbiert worden, sagte Schönborn. Er habe den späteren Papst Benedikt XVI. aber schon zwei oder drei Wochen vor seiner Wahl gebeten, ob er eine "eindeutigere Stellungnahme" in dieser Frage verfassen dürfe. "Er hat mich ermuntert, dies zu tun."
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